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Der Mähroboter wird zur Gefahr für den Igel

Naturschützer warnen Der Mähroboter wird zur Gefahr für den Igel

Viele Menschen lassen ihren heimischen Rasen von einem Mähroboter schneiden. Naturschützer befürchten deshalb den Tod von Igeln und anderen Tieren. Schuld seien Gartenbesitzer, die ihren Mähroboter zur falschen Zeit einsetzten.

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Naturschützer warnen: Mähroboter können zu einer tödlichen Gefahr für Igel werden.

Quelle: Julian Stratenschulte/dpa

Hilpoltstein. Ein Problem sei vor allem, dass viele Gartenbesitzer die Mähroboter nachts laufen ließen, was vor allem nachtaktive Tiere gefährde, erklärte der bayerische Landesbund für Vogelschutz (LBV) auf seiner Website. Dabei wiesen die Hersteller in ihren Betriebsanleitungen ausdrücklich darauf hin, dass das Gerät zum Schutz vor Kindern und Haustieren nicht unbeaufsichtigt eingesetzt werden dürfe – weder am Tag noch nachts.

Die Naturschützer sehen in den Mährobotern deshalb eine tödliche Gefahr für den Igel. Auch könnten sich Blindschleichen, Amphibien und Insekten vor den fast geräuschlos arbeitenden Mähern oft nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen und fänden den Tod.

"Der Igel kann nicht fliehen"

Mit den steigenden Verkäufen von Mährobotern in Deutschland habe die Abgabe verletzter Tiere bei vielen Igelstationen zugenommen, erklärte die LBV-Projektbeauftragte Martina Gehret. "Da Igel bei Gefahr nicht fliehen, sondern sich zusammenrollen, sind sie besonders gefährdet." Zahlen aus der Schweiz bestätigten diesen Trend. "Im vergangenen Jahr wurden zu uns 20 durch Rasenroboter verletzte Igel gebracht", berichtete Erika Heller, die Leiterin der Igelstation in Winterthur.

Da mit den Mährobotern auch Insekten getötet und damit den Igeln die Nahrungsgrundlage entzogen werde, müssten die Tiere auch noch einen weiteren Weg bei der Nahrungssuche zurückzulegen, betont der LBV und mahnt: "Mähroboter machen das Leben vielleicht kurzzeitig bequemer, doch die Artenvielfalt hat in Robotergärten keine Chance mehr."

dpa/RND

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