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20:35 25.08.2016
Kaum zu glauben: Der Spatz wird in Deutschland immer seltener. Quelle: Lukas Schulze/dpa
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Berlin

Rauch- und Mehlschwalbe oder auch der Haussperling, die bisher als "Allerweltsarten" galten, werden immer seltener. Und mit ihnen viele andere einheimische Vogelarten. Das teilte der Naturschutzbund Deutscvhland (Nabu) mit. Fast die Hälfte der 248 heimischen Brutvogelarten in Deutschland stehen auf der neuen Roten Liste. Unter den 118 Arten in verschiedenen Gefährdungsstufen fänden sich nun auch ehemals häufige Brutvögel wie Mauersegler, Feldlerche und Kiebitz, sagte Hans-Günther Bauer, Vorsitzender des Rote Liste-Gremiums am Donnerstag.

Schwindender Lebensraum

„Das ist ein katastrophaler Zustand.“ Gründe dafür seien die intensive Landwirtschaft, die weniger Raum für die Tiere lasse, Monokulturen wie Mais und dicht besiedelte Regionen - vor allem in Westdeutschland. Bedeutsam ist nach Angaben des Gremiums auch ein dramatisches Insektensterben, das ebenfalls in direktem Zusammenhang mit der intensiven Agrarwirtschaft stehe.

29 Arten vom Aussterben bedroht

Die Rote Liste der Brutvögel wurde vom Deutschen Rat für Vogelschutz, dem Naturschutzbund Nabu und dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern veröffentlicht. Sie enthält verschiedene Gefährdungsstufen für Brutvögel. 29 Arten sind danach vom Aussterben bedroht, darunter Birkhuhn, Kornweihe sowie Küsten- und Brandseeschwalbe. 19 sind stark gefährdet, unter anderem Turteltaube und Braunkehlchen. Andere wie die Rauchschwalbe sind gefährdet. In die Vorwarnstufe gerieten auch häufige Arten wie der Haussperling.

Einige Bestände erholt

Einige der ehemaligen Sorgenkinder des Naturschutzes wie Weißstorch und Seeadler haben sich dagegen deutlich erholt. Insgesamt falle die Bilanz im Vergleich zu den vorherigen Fassungen negativ aus. Die Kategorien der Liste reichen von „Ausgestorben oder verschollen“ über „Vom Aussterben bedroht“ und „Stark gefährdet“ bis „Gefährdet“. Danach gibt es die Kategorie „Extrem selten“ und die Vorwarnliste.

dpa/RND

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