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Die Angst vor Demenz steigt

Neue Studie Die Angst vor Demenz steigt

Laut einer Studie fürchten sich die Deutschen besonders vor Alzheimer und Krebs - vielleicht weil die Ärzte bei diesen Krankheiten oft machtlos sind. Die Sorge scheint berechtigt. Experten schätzen, dass sich die Zahl der Demenzkranken in den nächsten 35 Jahren verdoppeln könnte.

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Kleine Gedächtnisstützen helfen Demenzkranken, ihren Alltag besser zu meistern.

Quelle: Jens Kalaene/dpa

Hamburg.  Jeder zweite Deutsche hat einer Umfrage zufolge Angst, an Demenz zu erkranken. Vor allem die über 60-Jährigen fürchten Alzheimer und ähnliche Erkrankungen, wie die Krankenkasse DAK-Gesundheit als Auftraggeberin der Studie am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Am meisten Angst mache den Deutschen aber immer noch Krebs. 68 Prozent der Befragten äußerten in der repräsentativen Erhebung des Forsa-Instituts die Furcht vor einem Tumor. Bei den Jüngeren im Alter von 14 bis 44 ist diese Angst mit 73 Prozent am größten.

Aids und andere Geschlechtskrankheiten lösen weit weniger Schrecken aus. Diese Leiden landeten in der Befragung auf Platz 10, noch hinter zum Beispiel Diabetes und einer schweren Lungenerkrankung.

Zahl der Demenzkranken steigt

Der weitaus größte Teil der Befragten - 86 Prozent - schätzte seinen gegenwärtigen Gesundheitszustand als gut oder sehr gut ein. Das sind zwar zwei Prozentpunkte weniger als in der Vorjahresbefragung, aber noch etwas mehr als vor fünf Jahren. Vor allem die Bayern und Baden-Württemberger halten sich für gesund (90 beziehungsweise 89 Prozent). Die Ostdeutschen sind der Umfrage zufolge weniger zufrieden (81 Prozent).

Nach Angaben der Krankenkasse leiden derzeit rund 1,5 Millionen Menschen in Deutschland unter einer Demenz. Experten erwarteten, dass sich diese Zahl bis 2050 verdoppeln werde, hieß es. "Diese Entwicklung macht offensichtlich vielen Menschen Angst", sagte die Leiterin des Berliner Büros der DAK-Gesundheit, Eva Walzik. Es sei eine große Herausforderung für die Politik, darauf zu reagieren. Die neue Pflegereform sei ein richtiger Ansatz, die Bedingungen für Demenzkranke und deren Angehörige zu verbessern.

dpa

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