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Wissen Neuer Brief aufgetaucht: Albert Einstein warnte bereits 1922 vor Rechtsextremismus
Nachrichten Wissen Neuer Brief aufgetaucht: Albert Einstein warnte bereits 1922 vor Rechtsextremismus
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15:40 09.11.2018
Albert Einstein auf einer undatierten Aufnahme. Ein neu aufgetauchter Brief zeigt: Bereits mehr als zehn Jahre, bevor die Nazis die Macht ergriffen, fühlte der Physiker sich verfolgt und hatte Sorgen um Deutschland. Quelle: AP
Jerusalem

Bereits 1922 äußerte Albert Einstein Sorgen über die Zukunft der Weimarer Republik. „Hier sind wirtschaftlich und politisch düstere Zeiten im Anzuge, so dass ich froh bin, ein halbes Jahr mich absentieren zu können“, schrieb der berühmte Physiker am 12. August 1922 an seine jüngere Schwester Maja.

Einstein versteckte sich zu dieser Zeit in Norddeutschland. Er war aus Berlin geflohen, nachdem sein langjähriger Freund, der jüdische Außenminister Walther Rathenau, von Rechtsextremisten ermordet worden war und die Polizei ihn gewarnt hatte, dass auch sein Leben in Gefahr sein könnte.

Neu aufgetaucht: In dem Brief vom 12. August 1922 schildert Albert Einstein seiner jüngeren Schwester Maja seine Ängste vor dem wachsenden Antisemitismus lange vor der Machtergreifung Hitlers. Quelle: Kedem Auction House

Brief soll versteigert werden

Der handschriftliche Brief, der sich bislang im Besitz eines anonymen Sammlers war, wird in der nächsten Woche in Jerusalem versteigert. 12.000 US-Dollar (10.500 Euro) sind das Mindestgebot.

„Dieser Brief zeigt uns die Gedanken, die während einer sehr frühen Phase des Nazi-Terrors durch Einsteins Kopf und Herz gingen“, sagte Meron Eden, Miteigentümer des Jerusalemer Auktionshauses Kedem, das den Brief versteigert. Der Brief ist ohne Absenderadresse verfasst. Es wird vermutet, dass Einstein ihn schrieb, als er in Kiel war, bevor er nach Asien zu einer längeren Vortragsreise aufbrach.

Von RND/nie/AP

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