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Schlechtes Zeugnis für Computer an Schulen

Pisa-Studie der OECD Schlechtes Zeugnis für Computer an Schulen

Lernen am Computer hat seine Grenzen: Wie eine Pisa-Studie der OECD ergeben hat, sollten Schüler nicht zu viel Zeit am Rechner verbringen. Ab einem bestimmten Punkt führt der Unterricht am Computer sogar zu Misserfolgen.

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Nutzen Schüler etwa sechs Stunden täglich das Internet, zieht das laut der OECD schulische Misserfolge nach sich.

Quelle: Marc Tirl/dpa

Paris. Die OECD hat dem Einsatz von Computern als Unterrichtshilfen an Schulen ein eher schlechtes Zeugnis ausgestellt. In Ländern, in denen massiv in die IT-Ausstattung von Schulen investiert wurde, seien "keine merklichen Verbesserungen" bei den Leistungen der Schüler etwa beim Lesen, Rechnen oder in Naturwissenschaften festgestellt worden, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

"Wo Computer in Klassenzimmern genutzt werden, sind ihre Auswirkungen auf die Leistung von Schülern bestenfalls gemischt", erklärte OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher. "Schüler, die an Schulen sehr häufig Computer benutzen, schneiden bei den meisten Lernergebnissen viel schlechter ab." Lediglich Schüler, die im Unterricht durchschnittlich lang am Computer sitzen, hätten etwas bessere Ergebnisse als Schüler, die nur selten mit dem Computer arbeiteten.

Sechs Stunden sind zu viel

Lernerfolg und Nutzungsdauer stehen demnach im umgekehrten Verhältnis zueinander: Je moderater und zielgerichteter die Technologie genutzt wird, desto größer ist der schulische Erfolg. Die Vorteile digitaler Bildung an Schulen sind laut Studie der spielerische Zugang zu Wissen, die personalisierte Ausbildung und das kooperative Lernen. Im Durchschnitt nutzten die Testpersonen mindestens zwei Stunden täglich das Internet. Wird diese Dauer etwa mit sechs Stunden täglich weit überschritten, zieht das laut OECD schulische Misserfolge nach sich.

Die OECD verglich für ihre Studie Zahlen zum Einsatz von Computern an Schulen in einer Reihe von Ländern mit den Ergebnissen der Pisa-Studie aus dem Jahr 2012. Sie maß außerdem die Kompetenzen von Schülern beim Umgang mit Computern und dem Internet. Dabei schnitten Schüler in Singapur, Südkorea, Hongkong, Japan und Kanada am besten ab. In diesen Ländern verbringen die Schüler während des Unterrichts eher wenig Zeit am Computer, zeigen aber hervorragende Leistungen beim Lesen und Schreiben. Die OECD schließt daraus, dass die für das Navigieren im Internet notwendigen Fähigkeiten auch mit "analogen Lesetechniken gelehrt und gelernt werden können".

dpa/afp

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