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Wissen „Qwirkle“ ist das Spiel des Jahres 2011
Nachrichten Wissen „Qwirkle“ ist das Spiel des Jahres 2011
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07:53 29.06.2011
„Qwirkle“ ist das Spiel des Jahres 2011. Quelle: dpa
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Berlin

Der Preis „Spiel des Jahres“ schafft Orientierung in der Masse der Brettspiele. Nur außergewöhnliche Werke dürfen sich damit schmücken. Nominiert waren in diesem Jahr die Titel „Asara“, „Die verbotene Insel“ und „Qwirkle“. Doch worum geht es bei den drei und für welche Spieler sind sie am besten geeignet?

„Qwirkle“ von Susan McKinley Ross ist das perfekte Spiel für die ganze Familie - inklusive der Großeltern. Die Einbeziehung aller Generationen war für die Jury unter anderem der Grund, das Holzlegespiel als Spiel des Jahres zu küren. Die Regeln sind schnell erklärt, so dass Kinder ab sechs Jahren den Mechanismus verstehen. Ziel ist es, Reihen aus Holzsteinen möglichst geschickt zu erweitern. Auf jedem Stein prangt ein farbiges Symbol. An eine Reihe dürfen die Spieler entweder beliebig viele Steine eines Symbols in unterschiedlichen Farben anlegen, zum Beispiel blaue, grüne und rote Kreise. Oder sie entscheiden sich für unterschiedliche Symbole einer Farbe: etwa Kreis, Quadrat und Stern in Rot.

„Das Legespiel nimmt einen sofort gefangen. Das Kombinieren von Farben und Symbolen erfordert ein bisschen Glück, Voraussicht und taktische Überlegungen“, begründet die Jury ihre Nominierung. Die Spieler müssen abwägen. Wann lohnt es sich, die Gegner zu blockieren? Wann punkten sie lieber selbst? Im Ausland gewann „Qwirkle“, das bei Schmidt Spiele erschienen ist und etwa 29 Euro kostet, zahlreiche Preise.

Während bei „Qwirkle“ jeder alleine über seinen nächsten Zug grübelt, ist bei „Die verbotene Insel“ Gemeinschaftsarbeit gefragt. Bei dem kooperativen Spiel gewinnen alle oder keiner. Bis zu vier Archäologen ab zehn Jahren suchen auf einem Eiland Artefakte: den Stein der Erde, die Statue des Windes, den Kristall des Feuers und den Kelch des Wassers. Zu viel Zeit sollten sie sich bei ihrer Expedition nicht lassen. Das Meer überflutet langsam aber sicher die Höhlen, Tempel und Gärten der Insel. „Wie in einem Abenteuerfilm spitzt sich die Dramatik von Minute zu Minute zu. In dieser Situation identifizieren sich die Spieler mit ihren persönlichen Rollen und lernen, im Team zu agieren. Die Spannung hält bis zum Schluss. Ein glückliches Ende ist ungewiss“, schreibt die Jury.

Das Schöne am Spiel: Erwachsene und Kinder agieren auf Augenhöhe. Auch kleine Forscher können mit großen Ideen die Gruppe retten. Vorausgesetzt, keiner am Tisch dominiert die Runde und diktiert den anderen, was sie tun und lassen sollen. Ist das der Fall, sinkt der Spaß schneller als die Inselplättchen. Wer sich nach einigen Partien unterfordert fühlt, kann den Schwierigkeitsgrad beliebig erhöhen. Rollen die Wellen schneller Richtung Land, kommen auch erfahrene Schatzjäger ins Schwitzen. „Die verbotene Insel“ von Matt Leacock ist bei Schmidt Spiele erschienen und kostet etwa 19 Euro.

„Asara“ von Wolfgang Kramer und Michael Kiesling ist das klassischste Gesellschaftsspiel der drei Titel. Die Spieler kämpfen wie üblich gegen- und nicht wie bei „Die verbotene Insel“ miteinander. Bis zu vier Baumeister ab neun Jahren folgen einer Einladung des Kalifen. Sie reisen in ein fremdes Land und errichten dort Türme. Wer die meisten, höchsten und prächtigsten Bauwerke fertigstellt, gewinnt die Gunst des Herrschers und das Spiel. Reihum besucht jeder Spieler den Markt und kauft dort mit farbigen Karten Fundamente, Fenster oder Dächer.

Wer zuerst an einem Stand zuschlägt, bestimmt die einzige Farbe, die der Händler in Zukunft akzeptiert. Es sei denn, Spieler zahlen statt einer passenden zwei beliebig farbige Karten. Das verringert ihre Handlungsoptionen in den folgenden Zügen. Wer es noch komplexer mag, verwendet zwei Profi-Module. Sie liegen dem Basisspiel bei und ermöglichen unter anderem den Bau von leuchtenden Fenstern, die wiederum mehr Siegpunkte einbringen. „Asara“ ist bei Ravensburger erschienen und kostet etwa 30 Euro. Empfehlenswert ist es für alle spielebegeisterten Runden.

dpa

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