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Raumsonde findet Wasser auf Saturn-Mond

Globaler Ozean Raumsonde findet Wasser auf Saturn-Mond

Dass es auf dem eisigen Saturnmond Enceladus auch flüssiges Wasser gibt, wissen Forscher schon länger. Jetzt sind aber auch die Ausmaße klar: Ein großer Ozean umspannt den gesamten Mond.

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Unter dem Eispanzer des Saturnmonds Enceladus schwappt ein globaler Ozean.

Quelle: dpa

Washington. Unter dem Eispanzer des Saturnmonds Enceladus schwappt ein globaler Ozean. Das schließen Forscher aus Beobachtungen der Raumsonde "Cassini". Demnach taumelt der Mond leicht auf seiner Bahn um den Ringplaneten. Diese Taumelbewegung sei zwar nur klein, aber dennoch zu groß für einen durchgehend festen Himmelskörper, heißt es in einer Mitteilung der Cornell-Universität in Ithaca (US-Staat New York) vom Dienstag (Ortszeit). Die Forscher stellen ihre Analysen im Fachblatt "Icarus" vor.

Schon länger war bekannt, dass es unter der Eisdecke von Enceladus flüssiges Wasser geben muss. So hatte "Cassini" bereits 2006 Eisvulkane am Südpol des Saturnmonds entdeckt, die Wasserdampf und Eispartikel speien und damit den sogenannten E-Ring des Saturn füttern. Zumindest am Südpol müsse es ein unterirdisches Meer geben, schlossen die Astronomen damals. Die Ausdehnung des verborgenen Ozeans war jedoch nicht geklärt.

Die genaue Auswertung der Taumelbewegung lieferte jetzt die Antwort: Der Ozean umspannt demnach den gesamten Mond. "Wären Oberfläche und Kern fest verbunden, würde der Kern so viel Totlast liefern, dass die Schwankungen viel kleiner ausfallen würden als beobachtet", betonte Co-Autor Matthew Tiscareno vom SETI-Institut in Kalifornien in der Mitteilung der Cornell-Universität. "Das belegt, das es eine globale Flüssigkeitsschicht geben muss, die Oberfläche und Kern trennt."

Enceladus ist annähernd kugelförmig und hat einen Durchmesser von etwa 500 Kilometer. Er ist nicht der einzige Mond, bei dem Belege für einen unterirdischen Ozean gefunden wurden. Auch unter dem Eis der Jupitermonde Ganymed, Europa und Kallisto sowie im Saturnmond Titan und weiteren Eismonden vermuten Astronomen verborgene Meere. Sie gelten als aussichtsreiche Orte für die Suche nach außerirdischem Leben in unserem Sonnensystem.

dpa

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