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12:02 08.09.2015
Ach komm das eine Gläschen..." - Der Umfrage Bürgern zufolge steigt die Akzeptanz von kleinen Mengen Alkohol für Schwangere mit zunehmendem Alter. Quelle: dpa/Symbolfoto
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Berlin

Trotz aller Warnungen halten 18 Prozent der Bundesbürger ein gelegentliches Gläschen Sekt oder Bier während der Schwangerschaft für vertretbar. 10 Prozent äußerten dazu keine eindeutige Meinung. Das geht aus einer Umfrage im Auftrag der Privaten Krankenversicherung (PKV) hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die große Mehrheit von 72 Prozent der Befragten hält das Gläschen demnach für unangemessen.

Der Umfrage unter mehr als 2000 Bürgern zufolge steigt die Akzeptanz von kleinen Mengen Alkohol für Schwangere mit zunehmendem Alter. Während unter den 18- bis 24-Jährigen nur vier Prozent ein Gläschen Alkohol während der Schwangerschaft für vertretbar halten, sind dies bei den über 54-Jährigen immerhin fast ein Viertel (23 Prozent). 12 Prozent der jungen Erwachsenen äußerten keine eindeutige Meinung zu dem Thema. Bei den ältesten waren dies 10 Prozent.

"Tag des Alkoholgeschädigten Kindes"

Der PKV-Verbandsdirektor Volker Leienbach erklärte dazu: "In der Schwangerschaft gilt ohne Wenn und Aber: Null Komma Null Alkohol. Schon kleine Mengen können das Kind im Mutterleib schädigen, schon ein einziger Rausch kann seine Gesundheit schwer gefährden - bis hin zu schlimmsten Behinderungen."

Leienbach bekräftigte, die PKV werde Aufklärungskampagnen zum Alkoholmissbrauch weiter unterstützen. An diesem Mittwoch (9. September) ist der "Tag des Alkoholgeschädigten Kindes". Alkoholkonsum der Mutter während einer Schwangerschaft kann lebenslange Behinderungen des Kindes hervorgerufen. Alle Formen dieser vorgeburtlichen Schädigungen werden unter dem Begriff FASD (fetale Alkoholspektrum-Störungen) zusammengefasst.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), erklärte dazu am Montag: "Für die Betroffenen und ihre Familien sind diese Störungen eine große Belastung." Die Bundesregierung verfolge dabei die Strategie, Betroffene und ihre Familien umfassend zu unterstützen und FASD mit Aufklärung zu vermeiden.

dpa

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