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Robert-Koch-Institut erklärt Ehec-Ausbruch für beendet

50 Todesopfer Robert-Koch-Institut erklärt Ehec-Ausbruch für beendet

Die Behörden haben die vom Ehec-Erreger verursachte Krankheitswelle mit 50 Toten in Deutschland nun endgültig für beendet erklärt. Seit dem 4. Juli sei kein neuer Erkrankungsfall bekanntgeworden, teilte das Robert-Koch-Institut am Dienstag in Berlin mit.

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Seit Anfang Mai sind in Deutschland 50 Menschen nach einer Ehec-Infektion gestorben.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat den Ausbruch der gefährlichen EHEC-Darmbakterien in Deutschland für beendet erklärt. Der letzte Beginn einer Erkrankung in Verbindung mit den Keimen sei vor drei Wochen gemeldet worden, teilte das Institut am Dienstag in Berlin mit. Dieser Zeitraum berücksichtige die Inkubationszeit, die Zeit für eine Diagnose sowie für die Übermittlung des Falls. "Damit ist der größte EHEC-Ausbruch in Deutschland beendet", erklärte RKI-Präsident Reinhard Burger.

Seit den ersten bekannten Fällen dieses Ausbruchs Mitte Mai 2011 in Hamburg wurden dem Institut 4321 Fälle gemeldet. Davon erwiesen sich 3469 tatsächlich als EHEC-Fälle. Nicht alle Betroffenen erkrankten durch den Erreger, andere kamen mit starkem Durchfall, Bauchschmerzen und Übelkeit ins Krankenhaus. Bei 852 Patienten führte die Infektion zu der schweren Komplikation HUS (hämolytisch-urämisches Syndrom), bei dem ein Nierenversagen droht. 50 Patienten starben in Folge ihrer EHEC- oder HUS-Erkrankung. Außerhalb Deutschlands wurde EHEC bei 76 Menschen nachgewiesen.

Das Institut will den EHEC-Erreger O104:H4 und etwaige Erkrankungen weiterhin intensiv überwachen. Die Forscher rechnen damit, dass es wegen der erhöhten Aufmerksamkeit für EHEC und HUS künftig mehr Meldungen über entsprechende Infektionen geben wird als zuvor. Einzelfälle der Krankheit seien auch nach Ausbruchsende möglich.

dpa

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