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Nachrichten Wissen So läuft's sich mit der Saugglocke am Po
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12:50 18.09.2015
Funktioniert auch beim Menschen: Mit der Saugglocke am Po laufen nicht nur Hühner wie Dinosaurier. Was für eine Erkenntnis! Quelle: dpa
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Boston

Hühner mit Saugglocken am Hinterteil und die Folgen von intensivem Küssen: Zehn wissenschaftliche Arbeiten, die "erst zum Lachen und dann zum Denken anregen", sind in der Nacht zu Freitag auf dem Campus von Harvard mit den Ig-Nobelpreisen ausgezeichnet worden.

Zu der traditionell schrillen Gala mit mehr als 1000 Zuschauern reisten wie in jedem Jahr auch echte Nobelpreisträger an. Unter dem Jubel des Papierflieger werfenden Publikums verliehen sie Blumentöpfe als Preise an die Wissenschaftler aus aller Welt.

Ein Team um Patricia Yang aus den USA (Georgia Institute of Technology, Atlanta) bekam die Auszeichnung in der Sparte Physik: Die Forscher hatten herausgefunden, dass fast alle Säugetiere ihre Blase innerhalb von 21 Sekunden – oder bis zu 13 Sekunden schneller oder langsamer – leeren.

Hühner bewegen sich wie Dinosaurier

Wissenschaftler um Bruno Grossi von der Universität von Chile wurden mit dem Biologiepreis geehrt, weil sie Hühnern eine Art Saugglocke ans Hinterteil befestigt und entdeckt hatten, dass diese sich dann ähnlich wie Dinosaurier fortbewegen.

Ein Ig-Nobelpreis für Medizin ging an mehrere Forscher unter anderem aus Japan und der Slowakei, die sich mit Auswirkungen und Nutzen von intensivem Küssen beschäftigt haben. "Wie Ihr Euch sicher vorstellen könnt, war das ziemlich harte Arbeit", sagte Wissenschaftlerin Jaroslava Durdiaková in ihrer Dankesrede.

Woher kommt eigentlich das "häh"?

In der Sparte Literatur wurden Forscher um Mark Dingemanse vom Max-Planck-Institut für Psycholinguistik im niederländischen Nijmegen geehrt. Die Experten wurden für ihre Entdeckung ausgezeichnet, dass das Wort "huh?" (hä?) scheinbar in allen Sprachen der Welt vorkommt – und auch dafür, dass sie nicht wissen, warum das so ist.

Die Wissenschaftler Elisabeth Oberzaucher und Karl Grammer von der Universität Wien bekamen den Mathematikpreis für den Versuch auszurechnen, ob der marokkanische Sultan Mulai Ismail zwischen 1697 und 1727 wirklich 888 Kinder gezeugt haben kann, wie es in Überlieferungen heißt.

dpa

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