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Nachrichten Wissen Solarflugzeug in die Schweiz zurückgekehrt
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09:49 25.07.2012
Nach 6000 Kilometern ohne Treibstoff ist die „Solar Impulse“ am Dienstagabend in die Schweiz zurückgekehrt. Quelle: dpa
Wien

Es gibt keine dröhnenden Triebwerke, die Hunderte Tonnen Metall beschleunigen und in den Himmel befördern. Sanft und allmählich hebt das Schweizer Sonnenenergie-Flugzeug „Solar Impulse“ vom Boden ab und gleitet mit seinen überdimensionalen Flügeln fast lautlos durch die Luft - angetrieben nur von Sonnenenergie. Nach einer zwei Monate langen Reise über 6000 Kilometer auf zwei Kontinenten kehrte es am Dienstagabend in die Westschweiz zurück.

Das Solarflugzeug flog am 24. Mai zunächst nach Madrid. Dann ging es weiter über das Mittelmeer zu verschiedenen Stationen in Marokko und zurück nach Spanien und Südfrankreich. Die letzte Etappe führte am Dienstag vom südfranzösischen Toulouse zurück zum Startplatz auf dem Flugfeld Payerne im Kanton Waadt. In zwei Jahren ist eine Weltumrundung nur mit Sonnenenergie geplant.

Über das Internet konnten der Flug und die Arbeit im Kontrollzentrum live verfolgt werden. Kameras im Cockpit zeigten den Piloten, der während des Fliegens aß und Interviews gab. Außerdem wurden Position, Höhe und Geschwindigkeit angezeigt.

Im Lauf der Reise mussten immer wieder Starts wegen starken Gegenwindes und heftiger Turbulenzen verschoben werden. Oder das Flugzeug kehrte wegen des schwierigen Wetters um.

Die „Solar Impulse“ wird über Strom aus 12.000 Solarzellen von vier Elektromotoren angetrieben. Sie kommt tagsüber und auch nachts ohne Kerosin aus, fliegt durchschnittlich 70 Stundenkilometer in etwa 3500 Metern Höhe und kann eine maximale Flughöhe von 8500 Metern erreichen. Die Tragflächen haben eine Spannweite von 63,40 Metern, was etwa der eines großen Düsenjets entspricht. Das Flugzeug wiegt wegen seiner Leichtbau-Konstruktion aber nur 1,6 Tonnen, so viel wie ein Auto.

Flugzeuge, die nur mit Sonnenenergie flogen, gab es schon vorher. Dass auch nachts geflogen werden kann, ist allerdings neu. Dafür steigt die Maschine am Tag in große Höhen, gleitet bei Einbruch der Dunkelheit in vier bis fünf Stunden auf 1000 Meter hinab, fliegt dort noch einige Stunden mit Strom aus den Akkus und kann am Morgen mit Hilfe der Sonnenenergie wieder aufsteigen.

dpa

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