Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Wissen Sorge vor Aussterben von Orang-Utan und Hai-Arten
Nachrichten Wissen Sorge vor Aussterben von Orang-Utan und Hai-Arten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:57 10.07.2016
Walhaie werden von der Weltnaturschutzunion wegen stark schwindender Bestände als "stark gefährdet" eingestuft. Quelle: IUCN/Simon Pierce/simonjpierce@gmail/dpa
Anzeige
Gland

Experten sind in Sorge um drei der markantesten Tierarten der Welt: Die Weltnaturschutzunion (IUCN) hat den Borneo-Orang-Utan am Freitag auf ihrer Roten Liste als "vom Aussterben bedroht" eingestuft. Das ist die höchste Gefährdungsstufe. Zudem stufte die Organisation mit Sitz im schweizerischen Gland Walhaie und Flügelkopf-Hammerhaie wegen stark schwindender Bestände als "stark gefährdet" ein. "Es ist alarmierend zu sehen, wie diese symbolhaften Tierarten dem Aussterben entgegen gehen", erklärte Jane Smart, Direktorin des IUCN-Artenprogramms.

Der Borneo-Orang-Utan (Pongo pygmaeus) – neben dem etwas kleineren Sumatra-Orang-Utan die zweite Art dieser Menschenaffen – sei nur noch "einen Schritt vom Artentod entfernt", betonte die IUCN. Die Wälder auf der Insel Borneo, wo die bis zu 90 Kilogramm schweren Menschenaffen leben, würden oft abgeholzt und zu Plantagen für Palmöl, Kautschuk oder Papier umgewandelt. Die Affen würden auch direkt von Menschen gejagt. "Da Orang-Utans aus ihren Lebensräumen gedrängt werden und sich nur langsam fortpflanzen, können die enormen Verluste nur sehr schwierig rückgängig gemacht werden", warnte IUCN-Primatenspezialist Erik Meijaard.

Der Walhai (Rhincodon typus), mit fast 14 Metern Länge der größte Fisch der Welt, und der Flügelkopf-Hammerhai (Eusphyra blochii) seien besonders durch Überfischung bedroht. Zudem kämen Walhaie oft in Schiffspropellern um, klagt die IUCN. In den letzen 75 Jahren seien die Bestände der Art um mehr als die Hälfte geschrumpft.

Der internationale Handel mit gefährdeten Haien sei zwar durch Abkommen reguliert, Regierungen müssten aber mehr tun, um Haie auch auf nationaler Ebene zu schützen, fordert die IUCN. Schutzprogramme haben demnach dazu geführt, dass Walhaie zwar in den Gewässern um die Philippinen, Indien und Taiwan nicht mehr im großen Stil gefangen würden. In Südchina und bei Oman sei die Situation aber anders. Da Walhaie sich oft in der Nähe von Thunfischen aufhielten, fielen sie häufig Fischern zum Opfer.

Der bis knapp zwei Meter lange Flügelkopf-Hammerhai bewohnt vorwiegend die küstennahen Gewässer von Süd- und Südostasien. Wie selten die Tiere inzwischen sind, geht aus Zählungen auf indonesischen Fischmärkten hervor: Dort kam ein solcher Hammerhai auf etwa 20.000 andere Haiarten. Ähnlich sei die Lage auch in anderen Ländern der Region, wo in Küstennähe intensiv gefischt werde.

Die Entwicklung zeige, dass man strategisch vorgehen müsse, um die Artenvielfalt auf der Erde zu schützen, betonte Smart. Die IUCN will bei einem Kongress in Hawaii Anfang September unter anderem erörtern, wie Regierungen die Fischerei und die sich ausbreitenden Palmölplantagen besser unter Kontrolle bringen können.

dpa

Wissen Debatte über Zukunft von Baikonur - Raumfahrer beginnen ISS-Einsatz

Mit der US-Astronautin Rubins verstärkt eine Frau das Team auf der Raumstation ISS. Zusammen mit einem Japaner und einem Russen schwebt sie durch die Luke und besichtigt den Ort, der für die kommenden vier Monate ihr Zuhause und ihr Arbeitsplatz sein soll.

09.07.2016

Im Allgäu sind etwa 4000 Jahre alte Gräber freigelegt worden. "Es ist ein schöner, ungewöhnlicher Fund und für die Region eine Sensation", sagte der Kaufbeurer Archäologe Marcus Simm, der die Ausgrabungen geleitet hat.

08.07.2016
Wissen Empfehlung einer Sozialpsychologin - Fans sollen ohne Deutschland-Fahne feiern

Eine Wissenschaftlerin warnt vor Party-Patriotismus in Schwarz-Rot-Gold: Die Vaterlandsliebe könne schnell in Fremdenfeindlichkeit umschlagen, befürchtet die Sozialpsychologin Julia Becker – und empfiehlt Fußballfans, ohne Deutschlandfahnen beim Public-Viewing zu feiern.

07.07.2016
Anzeige