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Störche überwintern auf Mülldeponien in Spanien

Neues Winterziel Störche überwintern auf Mülldeponien in Spanien

Früher sind Störche zum Überwintern nach Südafrika geflogen. Heute bleiben viele der großen Vögel in Spanien – um auf einer Mülldeponie zu überwintern. Ein Winterdomizil, das für die Störche tödlich enden kann.

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Viele Störche steuern nähergelegene Ziele zum Überwintern an als früher.

Quelle: dpa

Leiferde. Seit zwei Wochen können die Storcheneltern im Artenschutzzentrum des Naturschutzbunds Nabu in Leiferde aufatmen. Die Storchenkinder sind bereits auf den Weg in den Süden. „Die Eltern müssen sich erst einmal erholen und Fett anfressen, bevor sie sich auch auf den Weg machen“, erklärte die Leiterin des Zentrums, Bärbel Rogoschik.

Seit Anfang April hat das Zentrum rund 26 Störche aufgepäppelt und gesund gepflegt. 20 Jungtiere sind zur Zeit noch in der Station. „Viele Störche haben Frakturen.“ Sie wurden vom Wind abgetrieben und sind gegen irgendetwas geflogen. „Einige haben auch Atemprobleme“, sagte Rogoschik.

Früher sind Störche bis nach Südafrika geflogen. Ein neues Phänomen ist es, dass einige von ihnen nur bis Spanien fliegen und dort auf einer Mülldeponie überwintern. Bärbel Rogoschik ist nicht so begeistert von dem neuen Ziel der Störche: „Das Problem ist, dass die Tiere auch für sie schädliche Dinge essen, wie zum Beispiel Plastik. Daran können sie sterben.“ Wenn die letzten Störche sich Ende September auf die Reise machen bedeutet dies nur ein kurzes Durchatmen für das Artenschutzzentrum. Dann kommen die Igel und müssen gepflegt werden.

jhe/dpa

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