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Hannover bei Frauenfreundlichkeit nur Mittelmaß

Studie zu Gleichstellung und Lebensqualität Hannover bei Frauenfreundlichkeit nur Mittelmaß

Wo in Deutschland leben Frauen am besten? Eine Studie hat Gleichstellung und Lebensqualität in den 77 größten Städten unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Der Osten liegt vorn. Hannover landete mit Platz 35 im guten Mittelfeld.

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In Dresden lebt es sich für Frauen in jeglicher Hinsicht am besten, Hannover ist nur Mittelmaß.

Quelle: Rene Ruprecht/dpa

München. Dresden ist laut "Focus" die frauenfreundlichste Stadt Deutschlands. Nirgendwo sonst finden sie ein besseres Verhältnis von Gleichstellung und Lebensqualität als in der sächsischen Landeshauptstadt, wie ein Ranking des Magazins ergab. Zusammen mit den Kölner Sozialforschern Tina Vossbeck und Wolfgang Steinle wurden dafür Jobs und Karrierechancen, Einkommen und Qualifikation, frauenfeindliche Kriminalität sowie Spaß und Freizeit in den 77 größten deutschen Städten verglichen und beurteilt. Dabei zeigte sich: Der Osten liegt in puncto Frauenfreundlichkeit vorn.

Auf das zweitplatzierte Heidelberg folgen Jena und Leipzig. Mit Chemnitz auf Platz sieben und Berlin auf Platz zehn sind gleich fünf Ost-Städte unter den Top Ten. München landet auf dem sechsten und Düsseldorf auf dem 23. Platz.

Hannover im guten Mittelfeld

In den norddeutschen Bundesländern und Stadtstaaten Hamburg, Bremen, Bremerhaven, Schleswig-Holstein und Niedersachsen fiel das Ergebnis sehr gemischt aus. Während Hamburg (Platz 16) und Hannover (Platz 35) ihre guten Plätze vor allem den vergleichsweise hohen Frauengehältern verdanken, konnte Kiel (Platz 20) mit einer hohen Beschäftigung unter Mitarbeiterinnen überzeugen.

Schlusslicht ist Ludwigshafen. Die Stadt am Rhein ist laut Studie wegen der niedrigen Teilhabe von Frauen am Arbeitsleben und der höchsten gemessenen Kriminalitätswerte am frauenunfreundlichsten. Ein weiteres dickes Minus: Im Schnitt erhalten Frauen dort nur 72 Prozent des Gehalts vergleichbar beschäftigter Männer - der zweitschlechteste Wert unter den 77 Städten nach Stuttgart (71 Prozent).

Verdienst in Dresden fast auf Männerniveau

Dagegen verdienen in Dresden weibliche Beschäftigte mit 92 Prozent fast auf Männer-Niveau. Außerdem konnte die Stadt mit einer hohen Beschäftigungsquote punkten. Zusammen mit den vergleichsweise niedrigen Zahlen weiblicher Kriminalitätsopfer insgesamt und der von Vergewaltigungen und sexueller Nötigung im Besonderen brachte das der Barock-Stadt an der Elbe den Gesamt-Spitzenplatz.

Herangezogen wurden Tausende Stichtagswerte aus Kriminalstatistiken oder Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Auch dynamische Vergleichswerte, etwa der Abbau von Frauenarbeitslosigkeit über mehrere Jahre, wurden ermittelt. Neben "harten Fakten" wurden auch Fun-Faktoren einbezogen. Im Bereich "Spaß", in dem sich Kriterien wie Einkaufsziele pro Quadratkilometer, Shops für Frauen oder Yoga-Lehrer finden, ist München Spitze.

dpa

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