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Am Nordpol wird es so warm wie bei uns

Temperatursturz durch Monstersturm Am Nordpol wird es so warm wie bei uns

Zum Jahresende wird es am Nordpol ungewöhnlich mild: Ein Tiefdruckgebiet bringt warme Luft in die Arktis, die Temperaturen steigen um etwa 30 Grad auf über Null Grad. Gleichzeitig braut sich über Nordeuropa ein Monstersturm zusammmen.

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Das Tiefdruckgebiet Eckard zieht nach Norden, im Osten trifft es auf das Hochdruckgebiet Christine – zwiwschen Island und Großbritannien wird mit einem Monstersturm gerechnet.

Quelle: FU Berlin

Hamburg. Ein riesiges Tiefdruckgebiet namens Eckard zieht über den Atlantik nach Island und bringt subtropische Luft aus den spanischen Breiten bis hoch an den Nordpol. In der Arktis liegen die Temperaturen deshalb bei etwa zwei bis vier Grad über Null, also deutlich über dem Gefrierpunkt, was für diese Jahreszeit ein Rekordwert ist. Im tiefen arktischen Winter sind Durchschnittstemperaturen von minus 40 Grad üblich. Am Nordpol würden am Mittwoch aber ähnliche Temperaturen wie derzeit im Süden Kaliforniens und in Deutschland erwartet, meldet Spiegel Online.

Sturm zieht auf

Außerdem wird der Luftdruck in der Region durch das Tiefdruckgebiet Eckard auf etwa 925 Millibar sinken, berichten Wetterdienste. "Das hat man nicht alle Tage", sagt Meteorologe Michael Knobelsdorf vom Deutschen Wetterdienst auf Anfrage. Wie die F.A.Z. berichtet, wurden selbst beim Hurrikan "Sally" vor drei Jahren Werte von 940 Millibar nicht unterschritten.

Über Nordosteuropa steigt der Luftdruck dagegen auf bis zu 1050 Millibar. Zwischen Island und Großbritannien braut sich deshalb gerade ein Monstersturm zusammen. Der Druckunterschied zwischen dem Tiefdruckgebiet Eckard und dem Hochdruckgebiet Christine gleiche sich eben über Wind aus, erklärt Meteorolge Knobelsdorf.

Es wird ungemütlich

Im Norden Englands müssten die Menschen deshalb mit weiteren Niederschlägen rechnen, in Schottland könne es auch schneien, sagt er. Gerade auf See könnte es ungemütlich werden: Knobelsdorf rechnet mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h. Die Wellen könnten eine Höhe von 15 Meter erreichen.

Genauso schnell, wie das Tiefdruckgebiet gekommen ist, verschwindet es auch: Ab Mittwochmittag verziehe es sich wieder, sagt Knobelsdorf. Und Deutschland sei von Eckards Aufeinandertreffen mit Christine nicht betroffen, versichert der DWD-Mitarbeiter. Für unsere Region prognostiziert er ein ruhiges Wetter. Ab nächster Woche werde es aber etwas kälter, auch mit Nachtfrost. Allerdings wird es nach wenigen Tagen auch schon wieder milder. "Der Winter wird eher ein Intermezzo sein."

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