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Studie

Trinkgelage bei Jugendlichen werden seltener


Trinkgelage nehmen ab: Eine neue Braunschweiger Studie, für die 444 Schüler befragt wurden, hat ergeben, dass sich Jugendliche seltener betrinken als noch vor einigen Jahren. Die Präventionsmaßnahmen beginnen offenbar zu greifen.
Trinkgelage bei Jugendlichen nehmen ab.

Trinkgelage bei Jugendlichen nehmen ab.

© Philipp von Ditfurth

Jugendliche betrinken sich nach einer neuen Braunschweiger Studie seltener als noch vor einigen Jahren - offenbar beginnt die Prävention zu greifen. Während nach den Befragungen 2006 noch zwei Drittel der Jungen und Mädchen einmal pro Monat betrunken waren, ist dies nun nur noch ein Viertel. „Braunschweig liegt damit im bundesweiten Trend“, sagte Rainer Schubert, Gesundheitsplaner der Stadt Braunschweig am Dienstag. Er führt das veränderte Verhalten vor allem auf eine größere Sensibilität der Eltern, aber auch auf verstärkte Polizeikontrollen zurück. Als Entwarnung will er das Ergebnis dennoch nicht verstehen: „Jeder achte Junge und jedes 29. Mädchen hat nach wie vor einmal pro Woche einen Vollrausch - unabhängig von der Schulform“, sagte er.

444 Schüler im Alter von 15 Jahren von Haupt- und Realschulen, Gesamtschulen und Gymnasien wurden nach ihrem Suchtverhalten befragt. 2006 hatte die Stadt bereits eine vergleichbare Studie vorgelegt. Währen die Zahl der monatlich einmal betrunkenen Jungen und Mädchen stark abgenommen hat, hat sich der Anteil der wöchentlich Betrunkenen nur wenig verringert. Das zeige, dass es einen harten Kern von Jugendlichen mit hochriskantem Alkoholkonsum gebe. „Der Schritt von einem Glas zu vielen Gläsern ist schnell getan“, warnte Schubert. Diese Jugendlichen seien den Erfahrungen nach stark gefährdet, auch im Erwachsenenalter alkoholkrank zu werden.

Mehr als zwei Drittel der Jungen und Mädchen in der 9. Klasse haben noch nie geraucht und sich noch nie betrunken. Alkohol probiert haben allerdings bereits zwei Drittel der Jugendlichen. Mädchen experimentieren etwas früher mit Nikotin und Alkohol; die Jungen ziehen ein Jahr später mit fünfzehn nach, konsumieren dann aber umso stärker.

dpa

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