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Wissen UNO will Zahl der HIV-Infektionen halbieren
Nachrichten Wissen UNO will Zahl der HIV-Infektionen halbieren
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18:04 10.06.2011
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon will die Zahl der HIV-Infektionen bis 2021 auf Null drücken. Quelle: dpa
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New York

Die Weltgemeinschaft ist ehrgeizig und will in den kommenden fünf Jahren die Zahl neuer HIV-Infektionen durch Sex und Drogen-Spritzen halbieren. Außerdem will sie dafür sorgen, dass kein Baby mehr bei der Geburt angesteckt wird. Diese Vorgaben sind Teil eines Maßnahmenkatalogs, auf den sich die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen in New York verständigt haben. Das Programm sollte am Freitagabend nach dreitägiger Debatte als Resolution A65/L.77 von der UN-Vollversammlung verabschiedet werden.

Ein weiterer Punkt ist die Versorgung von HIV-Infizierten mit lebensverlängernden Medikamenten. Derzeit werden die Mittel an 6,6 Millionen HIV-Positive verteilt, bis 2015 sollen sie 15 Millionen Menschen das Leben erhalten. Die zusätzlichen Kosten werden auf etwa sechs Milliarden Dollar (gut vier Milliarden Euro) geschätzt. Auch Deutschland wird zur Kasse gebeten. Es soll seinen Beitrag von derzeit 200 Millionen Euro im Jahr noch einmal wenigstens um die Hälfte aufstocken.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte die HIV/Aids-Konferenz mit der Hoffnung eröffnet, die Zahl neuer HIV-Infektionen und die Zahl der Aids-Toten bis 2021 auf Null zu drücken. Damit wäre die Epidemie dann so gut wie besiegt. Derzeit stecken sich noch täglich 7.000 Menschen neu an, darunter 3.000 junge Leute zwischen 15 und 24 Jahren.

Nach UN-Angaben sind seit Entdeckung der Immunschwächekrankheit vor 30 Jahren mehr als 30 Millionen Menschen an Aids gestorben. 16 Millionen Kinder wurden durch Aids zu Waisen.

Die Weltorganisation schätzt, dass derzeit 33 Millionen Menschen mit dem Virus leben. Für Optimismus bei der hochrangigen Konferenz am UN-Hauptsitz sorgten jüngste Studienergebnisse, nach denen die gängigen Medikamente nicht nur behandeln, sondern auch als Präventivmittel wirken. In den Studien verhinderten sie die Weitergabe des Virus beim Sex in mehr als 90 Prozent der Fälle.

dpa

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