Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Faltenfrei dank zweiter Haut aus Silikon?

Studie von US-Forschern Faltenfrei dank zweiter Haut aus Silikon?

Es ist der Traum vieler Menschen, ewig jung auszusehen. Forscher behaupten, die Lösung gefunden zu haben: Eine zweite Haus aus Silikon, mit der sich Falten und Tränensäcke verbergen lassen. Allerdings muss sie wohl täglich neu aufgelegt werden.

Voriger Artikel
Hier können Sie die Mini-Sonnenfinsternis sehen
Nächster Artikel
Sperma-Allergie ist kein Mythos

Eine künstliche zweite Haus aus Silikon wird von einem Arm abgezogen: Die dünne Schicht aus Silikon-Polymeren mindert Alterserscheinungen sichtbar vorübergehend.

Quelle: Melanie Gonick/MIT/dpa

Cambridge. US-Forscher wollen eine Lösung für glatte Haut auch im fortgeschrittenen Alter gefunden haben. Mit einer hauchdünnen zweiten Haut aus Silikon-Polymeren reduzieren sie angeblich Alterserscheinungen an den Armen und um die Augen – zumindest für einige Zeit. Auch Sonnenschutz oder medizinische Anwendungen etwa bei Ekzemen oder zur Wundheilung seien mit der Methode künftig denkbar, schreiben die Autoren in "Nature Materials".

Die Studie beinhaltet allerdings nur erste sogenannte Proof-of-Concept-Tests an wenigen Probanden, die kaum etwas über mögliche Nebenwirkungen und die langfristige Verwendbarkeit aussagen. Lediglich die grundsätzliche Wirksamkeit wird geprüft – in dem Fall etwa das Schwinden von Fältchen.

Gesicht erscheint angeblich jugendlicher

Bilder von Vorher-Nachher-Vergleichen zeigen deutlich weniger Fältchen in den Gesichtern der mit dem Präparat behandelten Frauen. Bis zu einem Tag lang könne das Produkt, das flüssig aufgetragen werde und einen elastischen, luftdurchlässigen Film bilde, auf der Haut bleiben, erklärt einer der Autoren, Robert Langer vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge.

Das sagt ein Deutscher Mediziner zur "zweiten Haut"

"Dieser Ansatz ist nicht wirklich neu, es gibt bereits im Handel erhältliche Produkte mit vergleichbarer Wirkung", erklärte Bernd Hartmann, Chefarzt am Unfallkrankenhaus Berlin, der nicht an der Studie beteiligt war. Die Hautverträglichkeit müsse in genaueren Untersuchungen weiter geprüft werden, gleiches gelte für eine mögliche Verwendung als Wundverband.

Die "zweite Haut" gebe dem Gewebe jugendliche Elastizität zurück und verhindere zudem Feuchtigkeitsverlust, heißt es in der Studie. Regen mache der Schicht ebenso wenig etwas aus wie sportliche Aktivitäten wie Schwimmen oder Laufen, zudem wirke das Gesicht ganz natürlich – nur eben jugendlicher.

Keine Angaben zum Marktstart

Das Team um die MIT-Wissenschaftlerin Betty Yu hatte demnach zehn Jahre lang an der "zweiten Haut" für medizinische und kosmetische Zwecke gearbeitet. Getestet wurden insgesamt mehr als 100 verschiedene Polymere aus Sauerstoff- und Silikon-Atomen (Siloxane), jeweils in dehnbaren Netzen, sogenannten XPL, angeordnet.

Bei den Tests hätte solche XPL in Sachen Elastizität besser abgeschnitten als ähnliche Ansätze zur Wundbehandlung etwa mit Polyurethan-Filmen oder Silikon-Gel, heißt es in einer begleitenden Mitteilung. Zudem habe sich gezeigt, dass das Material kaum spürbar zu tragen sei und die Haut nicht irritiere, schreiben die Forscher. Es wird demnach in einem zweistufigen Verfahren aufgetragen.

Angaben, wann das Produkt auf den Markt kommen könnte, waren zunächst nicht zu erhalten.

dpa/RND

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wissen
Augenblicke: Bilder aus Hannover und der Welt

Klicken Sie sich durch spektakuläre Fotos – ausgewählt von der HAZ-Redaktion.

  • Verbraucher
    Rund ums Geld

    Jeden Montag präsentieren wir Verbraucher- und Finanztipps und die Testsieger der Stiftung Warentest. mehr

  • Bauen & Wohnen

    Jeden Samstag neu: Tipps und Trends zu Haus und Garten, Bauen, Renovieren, Architektur und Wohnen. mehr

  • Auto & Verkehr

    Lesen Sie jeden Samstag Fahrberichte und Tipps für Autofahrer. Täglich aktuell: die Verkehrslage in und um Hannover. mehr