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Urlaub in Norddeutschland liegt im Trend

Tourismusboom Urlaub in Norddeutschland liegt im Trend

Trotz regnerischen Wetters schrecken Niedersachsen-Touristen nicht vor Ausflügen zurück. Einige Reiselustige mussten sogar schon von ihrer Wunschunterkunft abweichen. Der Norden boomt – das wollen auch Unternehmen stärker nutzen.

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Der Urlaub im Norden Deutschlands boomt.

Quelle: dpa

Wilhelmshaven/Lüneburg/Flensburg. Urlaub in Deutschland liegt im Trend - und auch der Norden wird von immer mehr Reisenden als Ziel entdeckt. Trotz des regnerischen Wetters schrecken die Niedersachsen-Touristen nicht vor ihren Reisen zurück. „Wir haben sehr gute Buchungszahlen“, sagte Sprecherin Katja Benke von der Nordsee GmbH am Dienstag.

Zwar kämen im Sommer sonst mehr Tagestouristen, dennoch seien viele Unterkünfte an der niedersächsischen Nordseeküste nahezu ausgebucht. „Einige Touristen mussten schon von ihrer Wunschunterkunft abweichen.“ Auf der Insel Langeoog werde Ende August ein neues 5-Sterne-Hotel eröffnet.

Auch im Harz sind die Hotels und Apartments gut gebucht. „Am besten sieht es momentan in Orten mit Kulturangebot aus“, sagte der Sprecher des Harzer Tourismusverbandes, Andreas Lehmberg. Über eine Aufstockung der Zimmer werde hier zwar noch nicht gesprochen, in Wernigerode gäbe es derzeit allerdings kaum noch Ferienwohnungen.

Dem mauen Sommerwetter können die Mitarbeiter der Tourismuszentrale in der Lüneburger Heide sogar Gutes abgewinnen: „Der viele Regen hat für eine schöne Heideblüte gesorgt“, sagte Sprecherin Brigitte Vahrenholt. Hier fange die Touristensaison gerade erst an. „Wir rechnen mit einem Plus im Vergleich zum letzten Jahr.“ Bislang hätten jedoch noch alle Harz-Touristen ein Bett gefunden.

In Schleswig-Holstein - in der Region rund um Flensburg - musste Flensburg Fjord Tourismus dagegen einen Aufruf starten, um alle Reiselustigen zu versorgen. Zwar habe man bislang alle Urlauber unterbringen können, doch bald wären Absagen fällig gewesen. „Das Anfragevolumen war so hoch“, sagte Geschäftsführer Finn Jensen der Nachrichtenagentur dpa.

Die Bitte, freie Zimmer und Ferienwohnungen bei Flensburg Fjord Tourismus zu melden, sei auf große Resonanz gestoßen. 50 Quartiere vom Resort bis zum Privatzimmer seien auf diese Weise dazugekommen - auf 20 hatte Jensen gehofft. Bestehende Hotels sollten ihre Kapazitäten erweitern, wünschte sich Jensen. „Ein paar Betten mehr könnten wir gebrauchen.“

Auf der Nordseeinsel Föhr sind es schon mehr als „ein paar Betten“, die derzeit am Wyker Südstrand entstehen. Bis zum Frühjahr 2014 soll dort auf 23.000 Quadratmetern ein Ferienresort entstehen, berichtete der Wyker Bürgermeister Heinz Lorenzen.

In direkter Küstenlage an der Promenade sollen etwa 145 Zimmer zur Verfügung stehen, zusätzlich seien neun Häuser mit 55 Eigentumswohnungen geplant. „Best Ager und junge Familien“ wolle man so als Gäste gewinnen, sagte Lorenzen, „ein etwas zahlungskräftigeres Publikum als bisher“. Noch habe man kein derartiges Projekt im Vier-Sterne-Bereich, dies sei aber „dringend notwendig“, fand der Bürgermeister.

Derzeit befindet sich auf dem künftigen Resort-Gelände noch das ehemalige Gebäude eines Behindertenheims. Für dieses habe man einen Ersatzstandort gefunden, sagte Lorenzen. Im Oktober soll der marode Bau abgerissen werden. Das Resort sei ein „Leuchtturmprojekt“, bei dem erstmals Eigentumswohnungen an den Hotelservice angebunden seien. Die Hälfte der Wohnungen solle über das Hotel als Ferienwohnung vermietet werden. Wellnessbereiche etwa könnten mitgenutzt werden.

Die Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) spricht von mehr als 58 Millionen Euro, die in das Projekt fließen sollen. Damit gehört es zu den größeren Hotelprojekten, die die WTSH unterstützt.

Ein weiteres Großprojekt ist das „Marina Resort“ in Heiligenhafen (Kreis Ostholstein), das die WTSH mit 75 Millionen Euro veranschlagt. Dort sollen 400 Zimmer und Wohneinheiten mit 1000 Betten entstehen.

dpa

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