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Nachrichten Wissen Urplanet Vesta hat Besuch von Raumsonde Dawn
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18:07 17.07.2011
Das von dem Satelliten Dawn aus einer Entfernung von 41.000 Kilometern aufgenommene Foto zeigt den Asteroiden Vesta. Quelle: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
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Das Jet Propulsion Laboratory der US-Raumfahrtbehörde Nasa im kalifornischen Pasadena bestätigte das erfolgreiche Manöver am Sonntag. Die Sonde, die mit einem von deutschen Forschern gebauten Kamerasystem ausgerüstet ist, soll den kartoffelförmigen Asteroiden ein Jahr lang umkreisen. Die Wissenschaft erhofft sich von den Bildern und Daten, die "Dawn" (Dämmerung) zur Erde schicken soll, wichtige Aufschlüsse über die Entstehung des Sonnensystems. Der rund 200 Millionen Kilometer entfernte Protoplanet mit einem Durchmesser von etwa 530 Kilometern ist schätzungsweise 4,5 bis 4,6 Milliarden Jahre alt. Andere Protoplaneten haben sich nach und nach zu Planeten zusammengeballt oder sind durch heftige Zusammenstöße zerbrochen.

"Dawns" Kamerasystem soll nun erstmals Informationen über die Zusammensetzung sowie die Beschaffenheit der Oberfläche Vestas liefern und das Erstellen topographischer Karten ermöglichen. Bereits im Juni hatte die Sonde bei ihrem Anflug auf den Gesteinsbrocken aufsehenerregende Aufnahmen zur Erde geschickt - die bis dahin besten von einem Protoplaneten. Darauf konnten bereits Details von 20 Kilometern Größe identifiziert werden - eine doppelt so gute Auflösung wie bei den besten Vesta-Aufnahmen des "Hubble"-Weltraumteleskops.

Bei der Umkreisung wird sich "Dawn" nun dem Urplaneten bis auf 200 Kilometer nähern und dann - wenn alles weiter klappt - tausendfach kleinere Details von 20 Metern Größe erkennen. Die Kameras wurden vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) im niedersächsischen Katlenburg-Lindau beigesteuert. In rund einem Jahr soll "Dawn" Vesta verlassen und den Zwergplaneten Ceres anfliegen, der zwar ebenfalls im sogenannten Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter die Sonne umkreist, aber eine ganz andere Zusammensetzung hat. "Dawn" soll unter anderem erkunden, warum die beiden Himmelskörper so unterschiedlich sind.

dpa

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