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00:16 14.09.2014
Von Jörg Kallmeyer
Dem Bericht zufolge dürfte die Ozonschicht in den mittleren Breitengraden und in der Arktis vor der Mitte des Jahrhunderts ihren Zustand aus den 1980er Jahren wieder erreicht haben. Quelle: dpa
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New York

Es gibt viele Gründe, voller Sorgen in die Zukunft zu blicken. Die politische Weltlage ist so düster wie schon lange nicht mehr. Außerdem geht es bei der Bewältigung der großen Umweltprobleme wie dem Klimawandel nicht recht voran. Doch auch wenn sie manchmal nicht so recht auffallen: Es gibt sie, die guten Nachrichten. Wer sich etwa fragt, warum er lange nichts mehr vom Ozonloch gehört hat, der bekommt von den Vereinten Nationen jetzt eine schöne Antwort. Es liegt nicht etwa daran, dass wir ausnahmsweise einmal ein Problem vergessen haben, sondern daran, dass dieses Ozonloch allmählich verschwindet.

Die schützende Schicht um die Erd­atmosphäre wird sich nach Einschätzung eines Expertengremiums der UN bis zur Mitte des Jahrhunderts fast vollständig erholen. In den arktischen und mittleren Breitenregionen könnten vor der Mitte des Jahrhunderts die Ozonwerte von 1980 erreicht werden. Später werde sich auch die Ozonschicht über der Antarktis regenerieren.

Es hat sich also tatsächlich gelohnt, Treibmittel aus Spraydosen zu verbannen und alte Kühlschränke aus dem Verkehr zu ziehen. Weil weniger Fluorchlorkohlenwasserstoffe in die Luft geblasen wurden, hatten hohe Luftschichten die Chance, sich zu regenerieren. Die Gefahr, wegen einer zu hohen UV-Strahlung an Hautkrebs zu erkranken, wird jetzt nicht nur in besonders gefährdeten Regionen wie Australien wieder deutlich sinken.

„Es ist ein Sieg für die Diplomatie und für die Wissenschaft und für die Tatsache, dass wir zusammenarbeiten können“, sagte gestern der Chemiker Mario Molina. Im Jahr 1974 hatte er die erste Studie über Schäden an der Ozonschicht verfasst.

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