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19:59 09.06.2011
Den Angaben zufolge haben Raucher einen niedrigeren Body-Mass-Index als Nichtraucher, und nehmen zu, wenn sie mit dem Rauchen aufhören. Quelle: dpa
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Dies berichten Wissenschaftler von der Yale School of Medicine in New Haven (US-Staat Connecticut) und weitere US-Forscher im Fachblatt "Science". Demnach dockt das Nikotin an Rezeptoren auf Nervenzellen im Gehirn an, und signalisiert so dem Körper, dass er genug zu essen bekommen hat. Die Wissenschaftler unternahmen für ihre Forschungen Versuche an Mäusen. "Viele Menschen sagen, dass sie nicht aufhören zu rauchen, weil sie dann an Gewicht zunehmen würden", sagte Marina Picciotto, Professorin für Psychiatrie und Autorin der Studie. "Letztendlich wollen wir Menschen dabei helfen, ihr Gewicht zu halten, wenn sie die Angewohnheit aufgeben, und vielleicht auch Nichtrauchern helfen, die mit Übergewicht zu kämpfen haben."

Die betreffenden Rezeptoren sitzen im Hypothalamus, einer Region des Gehirns, und sind nicht identisch mit den Rezeptoren, die das Verlangen nach Nikotin beeinflussen. Eigentlich waren die Forscher mit Untersuchungen eines möglichen Medikaments gegen Depressionen befasst, das über die nun bestimmten Rezeptoren wirkt. Ein Wissenschaftler habe dann entdeckt, dass Mäuse weniger fraßen, wenn sie dieses Mittel bekamen. Es stellte sich heraus, dass die experimentelle Substanz einen Nikotinrezeptor aktivierte, der wiederum eine Gruppe von Nervenzellen anregte. Diese werden als POMC-Zellen bezeichnet. Mäuse ohne den POMC-Komplex verloren kein Gewicht, auch wenn sie Nikotin bekamen.

Den Angaben zufolge haben Raucher einen niedrigeren Body-Mass-Index als Nichtraucher, und nehmen zu, wenn sie mit dem Rauchen aufhören. Neben den beschriebenen Effekten an den Nervenzellen zählen auch Auswirkungen von Nikotin auf den Energiestoffwechsel des Menschen zu den Ursachen der Gewichtsveränderung.

dpa

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