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00:15 15.03.2016
Von Dirk Schmaler
Im Schnitt schlafen die Deutschen eine Stunde zu wenig. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hannover

Schlafmangel soll unter anderem Demenz fördern, Herz-Kreislauf-Erkrankungen wahrscheinlicher machen und das Risiko für Übergewicht erhöhen. Menschen, die eine Woche lang nur sechs Stunden schlafen, sind Studien zufolge ähnlich gerädert wie diejenigen, die zwei Nächte durchgemacht haben.  

Tatsächlich schlafen die Deutschen nur noch knapp sieben Stunden – eine Stunde weniger als vor 50 Jahren. Um Zeit zu sparen, versuchen sich einige in polyphasischen Schlafmodellen: Mehrere kurze Schlafphasen am Tag sollen schnelle Erholung bringen. Schon Leonardo da Vinci versuchte auf diese Art, Ruhezeiten zu reduzieren. Experten halten die Modelle für Zeitverschwendung.

Dabei hat chronischer Schlafmangel auch seine guten Seiten. Freiburger Forscher haben gerade eine Studie veröffentlicht, die den Übernächtigten eine erhöhte Kreativität zuschreibt. Zwar zeigten die Probanden mit ausreichend Schlaf das beste Erinnerungsvermögen. Als es aber darum ging, Informationen vom Vorabend neu zu verknüpfen, waren die Übernächtigten schneller. Dies spricht laut Forschern gegen die verbreitete Auffassung, dass das Gehirn im Schlaf Informationen kreativ neu ordne.  

Auch gesundheitlich wird Schlafen nicht erst problematisch, wenn man sich wund liegt. Forscher aus Norwegen haben herausgefunden, dass Menschen, die mehr als acht Stunden in der Koje liegen, öfter herzkrank werden. Es ist also eine Herausforderung, zu bestimmen, welche Dosis Schlaf guttut. Wissenschaftlich gänzlich unbelegt ist folgender Ratschlag: Wer müde ist, sollte sich hinlegen – bis er wieder wach wird. Gern geschehen.

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