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Winter-Linde ist Baum des Jahres

"Beliebte Königin der Liebe" Winter-Linde ist Baum des Jahres

Wer je zu dicht unter einem Baum geparkt und sein Auto unter einer klebrigen Schicht vorgefunden hat, kennt ihn schon: den Baum des Jahres 2016. Die Winter-Linde steht auf vielen Dorfplätzen und in Alleen. Deswegen soll sie mehr Aufmerksamkeit bekommen.

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Die Deutsche Baumkönigin 2016 Lil Wendeler im Zoo in Berlin mit einem Setzling einer Winter-Linde, dem Baum des Jahres 2016.

Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Berlin. Er hat kaum Krankheiten und wird bis zu 1000 Jahre alt: Mit der Winter-Linde (Tilia cordata) ist ein in Deutschland beliebter Park- und Straßenbaum zum Baum des Jahres 2016 gekürt worden. Die Stiftung Baum des Jahres würdigte die Winter-Linde am Donnerstag als vielfältig verwendbaren Baum.

Sie sei in Mitteleuropa verbreitet und relativ anspruchslos, weshalb sie gut in Städten gedeihe, erklärte Stiftungspräsident Silvius Wodarz. „Es gibt keinen Baum, der mehr mit der Liebe des Menschen verbunden ist und das alleine ist schon eine Kostbarkeit." Die Stiftung bezeichnete die Winter-Linde als "beliebte Königin der Liebe".

Neue Baumkönigin

Seit einigen Jahren wird der Baum des Jahres gleichzeitig mit der neuen Deutschen Baumkönigin vorgestellt. Im kommenden Jahr wird die Forststudentin Lil Wendeler als Deutsche Baumkönigin für die Winter-Linde werben. „Pflanzt, schützt und beachtet mehr Winter-Linden, sie haben es verdient!“ sagte Lil Wendeler.

Winter-Linden, auch Kleinblättrige Linden genannt, haben eine herzförmige Krone, bei der die Spitze nach oben zeigt. Die Blätter sind eher rund. Der bis 25 Meter hohe Baum sei etwas weniger weit verbreitet als die starkwüchsigen Sommer-Linden (Tilia platyphyllos), die 40 Meter erreichen können, sagte Wodarz. Diese "Schwester" der Winter-Linde war bereits 1991 zum Baum des Jahres gekürt worden.

Autobesitzer kennen Linden mitunter aus leidvoller Erfahrung: Wer unter einem solchen Baum parkt, kann sein Auto unter einer klebrigen Schicht vorfinden. Die stammt übrigens nicht direkt von der Pflanze: Die Zuckerwasser-Tröpfchen werden von Blattläusen ausgeschieden.

"Die ganz berühmten Linden oder die Linden an Dorfplätzen sind meist Sommer-Linden", sagte Wodarz. Die Bezeichnung nach Saison gehe vermutlich auf den Zeitpunkt der Blüte zurück: "Die Winter-Linde blüht später" – zwar nur zwei Wochen, doch damit lockt sie im Spätsommer viele Hummeln an, die ansonsten bereits schwerer Nahrung finden.

Stiftungspräsident Wodarz hofft, mit dem Baum des Jahres den Blick von Menschen auf Pflanzen zu schärfen. Der Titel wird seit 1989 an einheimische Bäume vergeben. Ziel ist es, das Wissen über Bäume zu vertiefen und auf seltene oder bedrohte Baumarten hinzuweisen. In diesem Jahr standen außer der Winter-Linde noch die Fichte (Picea abies) und der Amberbaum (Liquidambar styracilflua) zur Wahl.

dpa/wer

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