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Wissen Was tun, wenn man einem Hai begegnet?
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18:19 20.07.2015
Nicht nur an einem Surfbrett kann ein Hai immense Schäden verursachen. Viele Begegnungen mit Menschen enden tödlich. Quelle: dpa
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Hannover

Einem Hai im offenen Meer zu begegnen, ist ein extrem seltenes Ereignis. Weltweit kommt es nur zu 60 bis 80 solcher Unfälle. Dennoch ist es eine Vorstellung, die unter Wassersportlern wie Badegästen gleichermaßen Schrecken verbreitet. Denn: Die Verletzungen, die die Menschen dabei davon tragen, sind meistens schwer, wenn nicht tödlich.

Bei Mick Fanning war das anders. Als neben dem Surfweltmeister vor der Küste Südafrikas plötzlich eine Haiflosse auftauchte, setzte er sich mit Leibeskräften zur Wehr. Er trat nach dem Tier, das sich seiner Fußleine verfangen zu haben schien – und versuchte davon zu kommen. Dass es ihm gelang, sich eine halbe Minute später auf das Boot herbeigeeilter Rettungskräfte zu retten, liegt wohl auch daran, dass er sich intuitiv richtig verhalten hat.

Wissenschaftler erforschen schon lange das Verhalten von Haien, geben Tipps, wie man sich gegen sie Wehr setzt – und was man auf keinen Fall tun soll. Zu einem völlig falschen Verhalten zählwn dabei alle Bewegungen, die ein Mensch reflexartig machen würde: hektisch werden, strampeln, versuchen zu fliehen. Wissenschaftsjournalist Marc Scheloske schreibt dazu auf dem Scienceblog: "Doch wie sollte man sich Verhalten, wenn man doch einmal mit einem Hai in Berührung kommt? Die oberste Grundregel lautet: ruhig bleiben!"

Auch auf Wikihow, wo Alltagshilfen für alle Lebenslagen zu finden sind, darunter auch für Haibegegnungen, findet man denselben Tipp: Bestenfalls "stelle" man sich vertikal ins Wasser und schaue den Hai an, raten die Verfasser. In kleinen Simulationen zeigt Wikihow genau, wie das gehen soll.

An Nase, Auge und Kiemen ist der Hai besonders verwundbar. Wer bei einer Begegnung mit einem Raubfisch genug Geistesgegenwart besitzt, sollte darauf zielen. Quelle: dpa/Montage

Ist der Hai allerdings aggressiv, kann man auf Wikihow lesen, bringe es aber wenig, sich tot zu stellen. Dann müsse man sich, wie Fanning es getan hat, zur Wehr setzen. Besonders wirkungsvoll seien dabei Tritte oder Hiebe auf Kiemen, Augen und Nase, am besten mit einer Harpune, aber wenn nicht anders möglich auch mit der Faust. Wikihow gibt dabei genaue Anweisungen zur Schlagtechnik: So solle man nicht ausholen, da man unter Wasser keinen Schwung aufnehmen könne, dafür aber gerne kratzen.

aks

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