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Nachrichten Wissen Zebrastreifen kühlen nicht
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13:03 09.07.2018
Zebrastreifen kühlen nicht. Quelle: dpa
Lund

Schon der berühmte Naturforscher Charles Darwin fragte sich, warum Zebras Streifen haben. Mehr als hundert Jahre später ist das Thema immer noch nicht ausdiskutiert. Eine schwedische Wissenschaftlerin und ihr Team haben nun gezeigt: Die Streifen sehen zwar cool aus, aber kühlend wirken sie nicht.

Denn eine Theorie, die das Schwarz-Weiß-Muster erklären sollte, lautetet: Der Farbwechsel helfe den Tieren, in der Hitze kühl zu bleiben. Denn wenn die heiße Luft über den schwarzen Streifen auf die kühlere Luft über den weißen Streifen treffe, verwirble sie. Diese Verwirbelungen wirkten dann kühlend, so die Idee.

Zebrastreifen bieten Schutz vor Insekten

Falsch – stellten Susanne Åkesson und ihre Kollegen fest. Die Forscher hatten große Metallfässer mit Wasser gefüllt und sie mit verschiedenen Fellen überzogen. Über vier Monate hinweg wurde dann kontinuierlich die Temperatur in den Fässern gemessen. Ergebnis: Das Wasser in den mit schwarzem Rinderfell überzogenen Fässern wurde am heißesten, die Fässer mit weißem Rinderfell blieben am kühlsten. Die Wassertemperatur in den Zebra-Fässern lag zwischen den Fässern mit grauem Rinder- und grauem Pferdefell. Ein Effekt durch kühlende Luftwirbel sei nicht festzustellen, sagen die Forscher.

Warum also haben die Zebras ihre Streifen? 18 verschiedene Theorien gebe es dazu, schreiben die Wissenschaftler. Eine, die bereits experimentell getestet und bestätigt wurde, ist, dass die Streifen die Tiere vor Bremsen und anderen Insekten schützen.

Von asu/dpa/RND

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