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Raumfahrer nach 340 Tagen im All zurückgekehrt

Vorbereitung einer Mars-Reise Raumfahrer nach 340 Tagen im All zurückgekehrt

Nach fast einem Jahr im Weltall sind der US-Astronaut Scott Kelly und der Russe Michail Kornijenko wohlbehalten von der Internationalen Raumstation ISS zur Erde zurückgekehrt. Die ungewöhnlich lange Mission dient der Vorbereitung einer Mars-Reise in vielen Jahren.

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Nach fast einem Jahr im All zur Erde zurückgekehrt: Scott Kelly und Mikhail Kornienko (r.)

Quelle: EPA/KIRILL KUDRYAVTSEV

Moskau. Bei leichten Minustemperaturen landete die Kapsel mit den beiden Männern und ihrem russischen Kollegen Sergej Wolkow am Mittwoch in der früheren Sowjetrepublik Kasachstan. "Die frische Luft fühlt sich herrlich an", sagte Kelly (52) nach dem Ausstieg aus der drei Tonnen schweren Sojus.

Nach fast einem Jahr im Weltall sind der russische Kosmonaut Michail Kornienko und der US-Astronaut Scott Kelly am Dienstag von ihrem Einsatz auf der Internationalen Raumstation (ISS) zur Erde zurückgekehrt

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Kelly stellt US-Rekord auf

Der Aufenthalt von Kelly und Kornijenko in der Schwerelosigkeit dauerte 340 Tage und damit doppelt so lange wie sonstige Einsätze auf dem Außenposten der Menschheit. "Ich könnte auch noch 100 Tage bleiben, oder auch noch ein Jahr, wenn das sein müsste", sagte Kelly vor seiner Rückkehr auf die Erde. Die sogenannte Jahresmission gilt als Test für eine Reise zum Mars in vielen Jahren.

Normal dauert eine Mission in der Schwerelosigkeit etwa ein halbes Jahr. Die Männer hatten seit Ende März 2015 auf der ISS gearbeitet. Wolkow war 182 Tage im All. Kelly ist der erste Nicht-Russe, der einen solch langen Non-Stop-Flug absolviert hat. Sein Zeit im All ist zudem US-Rekord. Vor einigen Tagen feierte er seinen 52. Geburtstag im All – im Affenkostüm.

Gute Laune nach der Landung

Helfer trugen die Raumfahrer nach der Landung um 10.26 Uhr Ortszeit (5.26 Uhr MEZ) etwa 150 Kilometer südöstlich von Scheskasgan zu Klappstühlen, wo sie gut gelaunt und in Decken gehüllt in Kameras winkten. Durch den Aufenthalt in der Schwerelosigkeit sind ihre Muskeln geschwächt. Dreieinhalb Stunden vor der Landung hatte die Sojus von der ISS rund 400 Kilometer über der Erde abgedockt.

In dem Forschungslabor leisten nun Juri Malentschenko (Russland), Timothy Kopra (USA) und Tim Peake (Großbritannien) Dienst. Am 19. März soll eine dreiköpfige Verstärkung zur Raumstation starten. Dann fliegen zwei Russen und ein Amerikaner zur Raumstation. Russland ist nach dem Aus für die US-Space-Shuttles 2011 das einzige Land, das bemannte Flüge zur ISS organisiert.

dpa

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