Nachdem ich mich das eine oder andere Mal mit Roger, dem Supervisor aus Indien, angelegt habe und unser Plan scheitert, über die Ferien bei besserer Bezahlung auf der Farm zu arbeiten, haben wir keine Lust, fünf Tage ohne Arbeit im Outback festzuhängen.
Roger hat einen schlechten Tag, und in mir brodelt es. Ich frage Jonas, ob er sich mit dem Gedanken anfreunden kann, gefeuert zu werden. Nachem er mich einfach nur nickend anlacht, schnappe ich mir Roger und sage ihm, was Jonas und ich von ihm halten. Es ist, nebenbei bemerkt, gar nicht so einfach, in einer anderen Sprache zu streiten.
Bevor Roger zu unserem Boss gehen kann und wir unehrenhaft entlassen werden, sprinten Jonas und ich zu John und kündigen selbst. Wir haben zwar noch keine Ahnung, wie es weitergehen soll, aber ein wenig Geld ist erarbeitet, ein Auto gekauft, und wir beide sind heiß auf Australien.
Entlang der Ostküste soll es viele Jobs geben, gerade in der Gastronomie wird gut bezahlt und immer nach Personal gesucht. Chris gab uns den Tipp, ein wenig beim Vorstellungsgespräch zu flunkern. Deshalb werden Jonas und ich uns als alte Gastronomiehasen mit eigenem Café in Hannover ausgeben. Und so hoffentlich weitere wertvolle Erfahrungen sammeln.
Malte
