Ich fühle mich wie ein Expeditionsreisender, der ins ferne Afrika aufgebrochen ist und sich dort durch den Dschungel schlagen muss. Die Sonne brennt in meinem Nacken, und ich muss aufpassen, nicht alle zehn Meter in riesige gelbe Spinnennetze mit fast ebenso riesigen Spinnen zu laufen. Grüne Riesenameisen tummeln sich auf dem Boden – direkt neben den Kröten, welche auf der Flucht vor mir ein ätzendes Gift abgeben.
Dies alles ist noch zu ertragen, wäre da nicht mein afrikanischer Vorarbeiter Ivon, welcher mich aus der Ferne mit einem wütenden „Wei wei wei, what you doin'?“, herbeiruft. Sobald ich bei ihm bin, säbelt er einen 80-Kilo-„Bananenbunch“ mit seiner Machete vom Baum, der dann hart auf meiner Schulter landet. Mein Rücken ächzt unter der Last. Ich trage die Staude zum Traktor. Während der Motor in meinen Ohren dröhnt, lade ich die Bananen ab und atme die dieselschwangere Luft ein.
Ich stütze mich kurz auf dem Anhänger ab, höre dann wieder das „Wei wei wei“ von Ivon und mache mich erneut auf den Weg. Durch den Dschungel, auf zu einem anderen Bananenbaum.
Jonas
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