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"Doom": Allein durch die Dämonen-Hölle

Endboss "Doom": Allein durch die Dämonen-Hölle

Große Waffen, viele Gegner, literweise Blut: "Doom" legte in den Neunzigern den Grundstein für das Egoshooter-Genre – und für die damit verbundene Diskussion über Gewalt in Videospielen. Das neue Remake holt den Klassiker auf die Next-Gen-Konsolen.

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Liebe zum blutigen Detail: Cyborg-Monster sind nur Kanonenfutter.

Quelle: Bethesda/id Software

Dämonen machen mir eine Höllenangst. Sei es die Gruselfilmreihe „Paranormal Activity“ oder ein Horror-Roman von Stephen King: Sobald der Dämon seinen Auftritt hat, bleibt in dieser Nacht das Licht in meinem Flur an. Nur zur Sicherheit.

Entsprechend großen Respekt empfinde ich, als ich „Doom“ in meine Spielekonsole stecke. „Doom“, das Remake des legendären Shooters aus den Neunzigern, in dem man sich alleine einer Dämonen-Invasion erwehren musste. „Doom“, das eine Debatte über Gewalt in Videospielen angestoßen hat, die auch nach zwei Jahrzehnten kein Ende gefunden hat. „Doom“, das in Deutschland 17 Jahre lang auf dem Index stand und natürlich trotzdem heimlich auf Schulhöfen herumgereicht wurde.

Die Story der Neuauflage ist schnell erzählt: Eine Forschungsstation auf dem Mars macht Experimente mit einer „Höllendimension“. Die gehen natürlich schief, weshalb Dämonen den Planeten überrennen. Stoppen, so will es das Spiel, kann sie nur ich. Gefangene werden nicht gemacht, gleich zu Beginn muss ich drei Dämonen niederschießen, wenn ich nicht selbst sterben will. Für Taktieren ist kaum Zeit.

Monster werden erschossen, erschlagen, zersägt, gesprengt, aufgeschlitzt und zerfetzt. Es ist wahrlich kein Spiel für Minderjährige. Die Gewalt gegen die mit ihren Waffen verwachsenen Invasoren ist allerdings dermaßen überzeichnet, dass das Monster-Gemetzel schon an Satire grenzt. Darin zeigt sich der Trotz eines Genres, das sich ständig für seine Brutalität rechtfertigen soll. „Doom“ sagt: Ihr wisst doch gar nicht, was Brutalität ist. Ich zeige es euch.

Der Spieler ballert sich durch Kampf­arenen, die prall gefüllt sind mit hyperaggressiven Feindesscharen. Weiter geht es immer erst, wenn sie alle tot sind. Gruselig ist das nicht - es ist stumpf und plakativ blutig. Aber genau das erwartet man von „Doom“. Das Spiel ist eine extreme Provokation, die - nun ja - unheimlich viel Spaß macht. Eben weil sie so übertrieben ist. Das darf man natürlich nur hinter vorgehaltener Hand sagen. So, wie man früher auf dem Schulhof nach dem Original gefragt hat.

Von Joss Doebler

„Doom“ (USK 18) gibt’s für PC, Xbox One und PS4.

Quelle: Bethesda/id Software
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