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"Mirror's Edge": Auf halber Höhe abgestürzt

Endboss "Mirror's Edge": Auf halber Höhe abgestürzt

Jetzt erst mal tief Luft holen: In "Mirror's Edge Catalyst" hetzt man als Spieler im Parkour-Stil über die hohen Dächer einer dystopischen High-Tech-Großstadt. Auch die Entwickler, so scheint es, wollten mit dem Spiel hoch hinaus – und stürzten dann doch auf halbem Weg ab.

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Jetzt bloß nicht das Gleichgewicht verlieren: So etwas wie Höhenangst kennt Faith aus "Mirror's Edge: Catalyst" nicht.

Quelle: EA

Die erste Achterbahnfahrt ist die schlimmste. Für mich war es eine Kinderbahn im Serengeti-Park – ohne Loopings, ohne Schrauben. Todesängste empfand ich trotzdem. Das war im vergangenen Sommer. Ich war 25 Jahre alt. Höhen machen mir Angst. Das heißt: Mir macht die Vorstellung Angst, dass ich herunterfalle.

In „Mirror’s Edge: Catalyst“ stelle ich mich dieser Angst. Als Protagonistin Faith Connors renne ich über die hohen Dächer der Metropole Glass. In der gleichgeschalteten Welt gilt die Schreckensherrschaft des Konglomerats mit seiner Sicherheitsfirma KrugerSec. Mit injizierbaren Nanomaschinen wollen sie die Gefühle der Menschen steuern. Ganz böse Typen also.

Die Einzigen, die sich dieser Herrschaft widersetzen, sind ... tja ... Paketboten. Runner nennen sie sich, flitzen im Parkour-Stil über die Dächer und schirmen sich von der immerwährenden Kontrolle ab. Bislang wurden die Höhenjunkies aber immer geduldet.

So durchdacht das Setting dieser Welt ist, so öde ist ihr Plot. Faith bekommt Daten über geheime Forschungen der Regierung in die Hände. KrugerSec macht plötzlich Jagd auf die Runner. Die wollen ihrerseits nun das System stürzen. Typisches Dystopie-Desaster. Auch die Spielwelt ist eher fade: überall die gleichen glatten, sauberen Oberflächen. Kaum zu glauben, dass das Spiel bald sogar als Fernsehserie adaptiert werden soll.

„Mirror’s Edge: Catalyst“ wirkt oft so, als hätten die Entwickler hoch hinaus gewollt, um dann auf halbem Weg abzustürzen. Das akrobatische Getobe ist trotzdem aufregend. Immer wieder verschlägt es Faith in schwindelerregende Höhen. Mache ich einen Fehler, stürzt sie in die Tiefe. Dann höre ich noch, wie Faith im Fallen panisch wird, schaue aber schon längst nicht mehr auf den Bildschirm. Das erinnert mich zu sehr an die Nahtoderfahrung im Serengeti-Park.

Von Joss Doebler

„Mirror’s Edge“ (USK 12) gibt’s für PC, Xbox  One und Playstation 4.

Quelle: EA
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