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"Overwatch": Knuffiges Geballer in der Comicwelt

Endboss "Overwatch": Knuffiges Geballer in der Comicwelt

Die Spielereihen von Blizzard Entertainment sind legendär: Das Mittelalter-Fantasy-Setting von "Warcraft" und "Diablo", aber auch die Tiefen des Weltalls in "Starcraft" sind seit Jahrzehnten Kult. Nun, nach 18 Jahren, gesellt sich ein neues Universum dazu: die schrille Comic-Welt von "Overwatch".

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Niedlich, oder? Der japanische Assassine Hanzo.

Quelle: Blizzard

Früher war ich mal ein Ninja. Das war, nachdem mir Superman zu langweilig wurde. Und vor meiner Michael-Jackson-Phase. Als Kind war Verkleiden das Nonplusultra, besonders natürlich an Karneval. Schrill, bunt und überzeichnet waren die Kostüme, in denen wir in Turnhallen herumgehampelt sind – wie in einem kollektiven Zuckerschock. In etwa so fühlt es sich an, „Overwatch“ zu spielen. Nach den epischen Kult-Fantasy-Reihen „Warcraft“, „Starcraft“ und „Diablo“ hat Blizzard Entertainment damit nach 18 Jahren ein neues Spiele­universum geschaffen, das so gar nichts mit den gewohnten Blizzard-Welten gemein hat: „Overwatch“ spielt in einer schrillen, abgedrehten Superhelden-Welt im Stil großer Comicreihen wie „Superman“ oder „X-Men“.

Doch während Comic-Verlage wie DC oder Marvel mitunter auch düstere Geschichten vorlegen, hält Blizzard es lieber kindlich. In „Overwatch“ gibt es den Cowboy-Outlaw McCree, die zeitreisende Pilotin Tracer, den genialen Haudrauf-Gorilla Winston und den Breakdancer auf Rollerskates Lúcio. Wer hier eigentlich böse sein soll – keine Ahnung, niedlich sind sie alle. Und Blut sieht man auch nicht, wenn jemand stirbt. Meine Favoriten sind die japanischen Assassinenbrüder Genji und Hanzo. Ein Teil von mir will wohl immer noch als Ninja über Dächer klettern.

Vor dem Release wurden animierte Kurzfilme und eine digitale Comic­reihe veröffentlicht, um die Rahmenhandlung um eine Roboterinvasion anzureißen. Im Spiel aber ist die Geschichte egal; es gibt keinen Storymodus. Stattdessen gibt es ein hyperaktives Mehrspielergeballer, das sehr an das turbulente Treiben beim Kinderfasching erinnert. Das hat großen Spaß gemacht – bis einer hinfiel und weinte. Auch bei „Overwatch“ trifft man immer wieder Spieler, die es nicht verkraften, zu verlieren und sich dann im Chat über ihr vermeintlich unfähiges Team aufregen. Vielleicht würde ja die Methode von früher helfen: Mama pusten lassen – und zurück ins Getümmel.

Von Joss Doebler

„Overwatch“ (USK 16) gibt es für PC, Xbox One und Playstation 4.

Quelle: Blizzard
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