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Playstation VR: Ein Holodeck für 400 Euro

Endboss Playstation VR: Ein Holodeck für 400 Euro

Brille auf, Welt aus: Auf der Kultmesse E3 drehte sich in diesem Jahr alles um VR-Headsets. Spieler sehen die Pixelwelten damit nicht bloß auf einem Monitor, sondern befinden sich selbst mittendrin. Faszinierend – und manchmal ein bisschen beängstigend.

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Im Oktober kommt die VR-Brille von Sony auf den Markt. 

Quelle: Mike Nelson/dpa

Das Holodeck bei „Star Trek“ war schon immer ein Traum für mich. Ein Raum, der alles simulieren kann, was ich möchte: Wie gut wäre das! Auf der E3, der wichtigsten Videospielmesse des Jahres, war das in der vergangenen Woche beinahe Realität. Virtuelle Realität, um genau zu sein. Denn so nennt sich der momentan größte Trend der Branche: Virtual Reality, kurz VR. Dabei setzt der Spieler eine Brille auf, die ihm die Spielumgebung so simuliert, als stünde er mittendrin. Firmen wie Oculus Rift, HTC oder Samsung experimentieren schon länger mit dieser Technik. Sie gilt als Zukunft des Gaming, Spieler sollen komplett in den Fantasiewelten versinken, die sie durch die Brille erleben.

Auf der E3 gesellte sich nun auch Sony dazu: Im Oktober bringt der japanische Konzern sein eigenes Headset Playstation VR für rund 400 Euro auf den Markt. Stolze 50 Spieletitel sollen zum Start verfügbar sein, darunter Superhelden-Action in „Batman Arkham VR“ oder der Science-Fiction-Shooter „Farpoint“.

Laut Sony soll sich der Pixelkosmos dank HD-Auflösung und leichtem Brillengewicht unheimlich echt anfühlen. Das mag angenehm sein, wenn man als Vogel über Paris flattert, wie in Ubisofts „Eagle Flight“. Verstörender wird es bei „Resident Evil 7“. In der Demo des Survival-Horror-Titels wird der Spieler in ein verfallenes Geisterhaus gesetzt und muss lebend entkommen. Das Spiel ist komplett auf Playstation VR spielbar. Die Empfehlung der Entwickler, wenn der Horror zu überwältigend wird: „Augen schließen.“ Aha.

Ob alle technischen Möglichkeiten auch moralisch vertretbar sind, wird sich am Beispiel von blutigen Egoshootern zeigen: Virtual Reality wird den Spieler als Soldaten in den Krieg schicken können oder als Gangster zum Banküberfall. Man ist dem Geschehen näher als je zuvor. Durch die neue Technik bekommt die alte Diskussion um Gewalt in Videospielen eine neue Dimension. Bethesda liefert dafür bereits Munition: Der Entwickler von erfolgreichen Endzeit-Reihen wie „Fallout“ arbeitet an einer VR-Version des Dämonengemetzels „Doom“ - das kurbelte die Gewalt-Debatte in den Neunzigern erst richtig an. In mein Holodeck kommen Dämonen und Höllenmonster aber erst gar nicht rein!

Von Joss Doebler

Playstation VR erscheint am 13. Oktober als Zubehör für die Playstation 4.

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