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„Batman“: So langatmig, dass es langweilt

Endboss „Batman“: So langatmig, dass es langweilt

Das kleine US-Studio Telltale Games ist dafür bekannt, Videospiele in Episoden auf den Markt zu bringen. In den Point-and-Click-Adventures muss man den Verlauf von Dialogen steuern und jede Menge Rätsel lösen – normalerweise. In der neuen "Batman"-Serie geht die Detektivarbeit leider schnell unter.

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Langatmig: Batman: The Telltale Series.

Quelle: Handout

Es gibt viele Dinge, die mich ungeduldig machen können. Etwa das Warten auf den nächsten „Warcraft“-Film oder darauf, dass ich endlich genug Geld für eine Playstation 4 gespart habe. Blöd nur, dass ich mich gerne mit Dingen beschäftige, die in Episoden veröffentlicht werden: Serien und Comics. Da muss ich mitunter wochenlang auf die Auflösung eines Cliffhangers warten. Pure Folter.

Das kleine US-Studio Telltale Games überträgt das Episoden-Konzept seit Jahren in die Videospielwelt. Der Entwickler hat bereits gefeierte Reihen zu dem Zombie-Comic „The Walking Dead“ oder dem Fantasy-Epos „Game of Thrones“ produziert. Nun ist eine „Batman“-Reihe dran, von der gerade die erste Episode erschienen ist. Darin trifft der Spieler auf den altbekannten Telltale-Stil. Der orientiert sich stark an klassischen Point-and-Click-Adventures, bei denen man die Umgebung nach Gegenständen absucht, die dann in Rätselarbeit kombiniert werden müssen. Telltale setzt zudem auf Dialoge, in denen man zwischen verschiedenen Antwortmöglichkeiten entscheiden muss. So bestimmt man mit, wie die Handlung weitergeht.

Bei „Batman“ ist das Studio äußerst großzügig mit diesen Dialogen – sowie mit langatmigen Zwischensequenzen. Zwei Stunden dauert die Episode in etwa. Die Netto-Spielzeit dürfte weniger als die Hälfte betragen. Das wäre nicht schlimm – wenn die Story tragen würde. Die ist allerdings so klassisch, dass es schon langweilt. Wir erfahren mal wieder, wie Bruce seine Eltern verloren hat, helfen Staatsanwalt Harvey Dent beim Wahlkampf, treffen erstmals auf Catwoman und legen uns mit der Mafia-Sippe Falcone an. Schnarch.

Die Detektivarbeit des dunklen Ritters geht in der Premiere total unter. Der einzige Tatort ist nach fünf Minuten enträtselt. Der Rest ist schnödes, geradliniges Storytelling. Was für Neulinge noch interessant sein mag, ist für Fans der Filmtrilogie von Christoper Nolan stinklangweilig. Die nächste Episode soll in fünf bis acht Wochen erscheinen. Ungeduldig macht mich das nicht.

Von Joss Doebler

Infos zum Game

„Batman: The Telltale Series“ (USK ausstehend) gibt es für PC, Mac, Xbox One, Xbox 360, PS4 und PS3.

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