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"Quantum Break": Ein Actionfilm mit Knöpfen

Endboss "Quantum Break": Ein Actionfilm mit Knöpfen

"Quantum Break" ist der neue Titel der Spieleschmiede Remedy Entertainment, die bereits den Noir-Detektivkrimi "Max Payne" und das paranormale Literatenabenteuer "Alan Wake" entwickelte. Die aktuelle Geschichte dreht sich um Zeitreisen. Der Clou: Der Titel ist halb Spiel, halb Fernsehserie.

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Und Action: Wer sich durch ein Level geballert hat, wird mit einem 20-Minuten-Video mit Star-Besetzung belohnt.

Quelle: Remedy Entertainment

Manche Spiele sind wie Actionfilme, bei denen man nur ab und zu auf ein paar Knöpfe drücken muss. „Call of Duty“ zum Beispiel: Dort werden stets Gegnerwellen niedergeschossen, und kaum eine Mission ist so schwer, dass man sie nicht im ersten Anlauf schafft. Das fühlt sich am Anfang gut an, gerade bei Shootern. Blöd wird’s aber, wenn sich auch die Story als zu simpel entpuppt: Wenn es einem eigentlich egal ist, wie die ausgeht, warum sollte man dann halbherzig weiterzocken?

Auch der Third-Person-Shooter „Quantum Break“ (PC, Xbox One) ist wie ein Actionfilm. Die Macher von Remedy Entertainment haben bereits erzählerische Meilensteine wie den Noir-Detektivkrimi „Max Payne“ oder das paranormale Literatenabenteuer „Alan Wake“ entwickelt. Im Vergleich dazu ist die Story von „Quantum Break“ eher flach. Es geht um Zeitreisen, Großkonzerne, Hacker und das bevorstehende Ende der Welt, weil jemand einen Riss in der Zeit verursacht hat. Und wie so oft bei Zeitreisen ist die Reihenfolge der Ereignisse unheimlich verwirrend. Aber das Interessante ist hier auch nicht die Story, sondern die Art, wie sie erzählt wird. „Quantum Break“ ist eine Mischung aus Taktik-Shooter, Entscheidungsroman und Fernsehserie.

Im Spiel findet man zahllose E-Mails und andere Schriftstücke, mit denen man die Details der Vorgeschichte rekonstruieren kann. Nach jedem Akt muss der Spieler dann das weitere Vorgehen des vermeintlich bösen Charakters festlegen – und sich für eine von zwei Handlungen entscheiden. Die Konsequenz wird dann in einem 20-minütigen Video mit Darstellern wie Shawn Ashmore (Iceman aus den „X-Men“-Filmen) und Aidan Gillen (der zwielichtige Petyr „Kleinfinger“ Baelish aus „Game of Thrones“) gezeigt. Das ist unkonventionell und zeigt, welches erzählerische Potenzial in Videospielen steckt. Mehr aber auch nicht: Denn die spielbaren Passagen fallen doch eher unspektakulär aus, es gibt viele Feinde und wenige Herausforderungen. Am Ende ist auch „Quantum Break“ also wieder ein Actionfilm, bei dem man ein paar Knöpfe drückt – aber durchaus ein sehr interessanter.

Von Joss Doebler

"Quantum Break" (USK 16) gibt es für PC und Xbox One.

"Quantum Break" (USK 16) gibt es für PC und Xbox One.

Quelle: Microsoft Game Studios
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