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3 Doors Down: Rock nach Rezept

Neue Platten 3 Doors Down: Rock nach Rezept

3 Doors Down halten ihre Experimentierfreude im Zaum und beharren lieber auf alten Erfolgsrezepten. Jan Henrik Flecke hat sich für ZiSH die neue Platte „Time Of My Life“ angehört.

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3 Doors Down: „Time Of My Life“

Quelle: Handout

Wenn Brad Arnold mit seinen Bandkollegen von 3 Doors Down ins Studio geht, weiß man, was dabei rauskommt: ein gutes, amerikanisches Mainstream-Rock-Album. Es scheint, als hätten die fünf Freunde aus Mississippi ein Rezept dafür. Und weil das bei den Vorgängeralben gut funktioniert hat, wird daran auch beim neuen Album „Time Of My Life“ nichts geändert. Arnold scheint daraus auch keinen Hehl zu machen und singt in „My Way”: „It’s the same thing / It’s the same thing every time”.

Und es ist dasselbe wie immer: Der Opener „Time Of My Life“ und die erste Single „When You’re Young“ kommen im typischen 3-Doors-Down-Sound aus den Boxen. Keine Experimente: Klare Rockriffs, ein bisschen Gitarrenbrett und Arnolds markante Stimme – wer das Lied im Radio hört, erkennt die Band schnell. Der Sound zieht sich durch das ganze Album, driftet aber öfter als bei den Vorgängeralben ins Mittelmäßige ab. Auch die obligatorischen Power-Balladen „Back To Me“ und „What’s Left“ kommen nicht an die Qualität von „Here Without You“ oder „Landing In London“ heran. Zum Ende des Albums werden die „Türen“ etwas härter: „My Way“ und das fast punkig anmutende „Believer“ brechen wohltuend aus dem 08/15-Rezept aus. Vielleicht sollten 3 Doors Down beim nächsten Album mehr Risiko eingehen. Allerdings könnten sie mit einem neuen Rezept alte Fans verprellen. Bei 3 Doors Down weiß man eben, was man kriegt.

Jan Henrik Flecke

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