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Endlich erwachsen

Neue Platten: The Strypes Endlich erwachsen

Als sie ihre Karriere begannen, waren sie noch im Alter, in dem man Liebesbriefchen austauscht - auf ihrem neuen Album "Little Victories" singen The Strypes von Drogen und Liebe. ZiSH-Autor Tim Ende verrät, was den Retro-Look der neuen Platte ausmacht.

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Werden langsam erwachsen: The Strypes.

Quelle: Handout

Aufmerksamkeit ist ihnen nicht nur wegen ihres prominenten Fans Elton John sicher: Die vier Jungs der irischen Rhythm-and-Blues-Band The Strypes inszenieren sich als Small Faces von heute, mit dunklen, engen Anzügen und Pilzfrisuren. Nicht nur der Look ist ungewöhnlich. Die vier Krausköpfe schlossen ihren ersten Plattenvertrag ab, als Gleichaltrige noch Liebesbriefchen austauschten.

Vor zwei Jahren beteuerte der damals 16-jährige Drummer Evan Walsh noch, dass er nach den Auftritten brav ins Bett gehen würde. Nichts mit Sex und Drugs. Auf dem zweiten Album „Little Victories“ hat sich das nun offenbar geändert. Im quengeligen Gitarrensong „Status Update“ singt Frontmann Ross Farrelly über Drogen, Scham und Gleichgültigkeit. Im schnellen, hitverdächtigen Opener „Get Into It“ geht es um Liebe und die holprigen Gehversuche beim Ansprechen der Angebeteten. Farrellys einprägsame, nasale Stimme wird von Mundharmonika-Einlagen begleitet, was den Songs einen sehr sympathischen Retro-Look verpasst.

Die Refrains der Dreiminüter sind catchy und extrem mitsingbar. Es gibt so viele Solo-Einlagen, dass man beim Hören fast das Gefühl hat, live dabei zu sein. The Strypes lassen den angestaubten Rhythm and Blues aus Papas Plattenkiste erstaunlich modern klingen, mehr nach den Arctic Monkeys als nach den Siebzigern, auch wenn sie sich textlich nicht weit von dieser Zeit entfernt haben: Die Lyrics sind nicht am Zeitgeist, sonders zeitlos. Mitreißend ist das dennoch.

Tim Ende

The Strypes: „Little Victories“, Virgin.
thestrypes.com

Das Video zum Song „A good night's sleep and a cab fare home" seht ihr hier.

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