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Erfrischend strenger Sound-Spaziergang

Neue Platten: Frittenbude Erfrischend strenger Sound-Spaziergang

Frittenbude haben viel zu sagen, wissen es aber zu verstecken. Warum man bei ihrem neuen Album "Küken des Orion" ganz genau hinhören sollte, weiß ZiSH-Autorin Maike Brülls

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Feiern nächstes Jahr ihr Zehnjähriges: Die Band Frittenbude.

Quelle: Perry

Es hat etwas von einem Spaziergang, das neue Album der Elektro-Punks von Frittenbude. Kein gemächlicher Sonntagsspaziergang, sondern einer, bei dem man strammen Schrittes den Weg entlanggeht. Erfrischend weht einem dabei der Synthie-Wind um die Ohren, der mal von lau-poppigen Keyboards („Die Möglichkeit eines Lamas“), mal von technoid-knartschenden Bässen („Endlich unendlich“) und mal von einer romantisch verspielten Akustikgitarre („Alles wird Staub“) unterstrichen wird. Klar klingen die Melodien – nicht mehr ganz so rau-krächzend nach der Audiolith-Schule der ersten Alben.


Neben den Soundböen gibt es einiges am Wegesrand zu entdecken: Hier ein Wortspiel, da einen feinen Reim oder das Enjambement, das von Frittenbude schon auf den älteren Platten gern genutzt wurde. Auch über verträumte Lebensweisheiten wie „Es ist unglaublich schön, dieses Leben zu leben, als wäre alles zu spät“ („Rave ist kein Hobby“) stolpert man. In „The Striz“ klingen sie nach den Ärzten, wenn sie singen: „Meistens, ja wirklich meistens, haben alle Menschen ein kleines bisschen Scheiße im Hirn“.
Doch auf Dauer wird der Powermarsch durch das Album anstrengend – auch, wenn die frische Luft guttut.

Maike Brülls

Frittenbude: „Küken des Orion“, Audiolith.

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