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Emotionales Wiedersehen

Neue Platten: Villagers Emotionales Wiedersehen

Der Singer-Songwriter Conor O’Brien hat mit seiner Band Villagers endlich den eigenen Sound gefunden. Auf „Where Have You Been All My Life?“ hat der Ire alte Stücke neu arrangiert und eingespielt. Villagers haben manch überladenen Song abgespeckt und reduziert. Das tut ihnen gut, meint ZiSH-Autorin Lea Köster.

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Haben ihren eigenen Sound gefunden: Conor O’Brien von Villagers.

Quelle: Andrew Whitton

"I’m leaving“, singt der einfühlsame Singer-Songwriter Conor O’Brien von The Villagers auf seinem neuen Album 
„Where Have You Been All My Life?“. Damit beginnt eine musikalische Reise durch seine letzten drei Alben: Alte Songs wurden live neu eingespielt, auch B-Seiten finden sich auf der Zusammenstellung. Er scheint zur Ruhe gekommen zu sein, der bärtige Ire: Seine Stimme ist harmonisch und berührend, er nimmt sich alle Zeit der Welt und begleitet seine Hörer durch alte Lieder, die nun einen völlig neuen Klang haben.

Conor O’Brien knüpft an die verletzliche Offenheit des letzten Albums „Darling Arythmetic“ an. „Wo bist du mein ganzes Leben lang gewesen?“, fragt das neue Album. Ihren Stil hat die Band jetzt gefunden: Auch Songs, die vorher überladen und etwas oberflächlich gewirkt haben, klingen jetzt sehr emotional. Conor O’Brien hat den Druck verloren, es jedem recht zu machen – und deshalb auf möglichst viele Effekte zu setzen.

Stattdessen verlässt er sich auf seine berührende, eindringliche Stimme und wenige, gezielt eingesetzte Instrumente, überwiegend gefühlvolle Gitarrenklänge, gemischt mit Harfe, Flügel, Horn und Percussions. Das Album ist viel mehr als ein Best-of, es hüllt den Hörer in einen wärmenden Klang-Kokon, der zum Augenschließen und Träumen einlädt ohne dabei kitschig oder langweilig zu werden. „Where Have You Been All My Life?“ macht das graue Winterwetter erträglicher, mit herzerwärmenden Melodien und Texten.

Lea Köster

Villagers: „Where Have You Been All My Life?“, Domino

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