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Jede Woche stellt ZiSH neue Platten vor. Heute: "Great Escape" von The Rifles.

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Das zweite Album der Briten.

Quelle: ADA Global

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Sie sind die größte Infanterie-division der britischen Armee. Ihr Name steht für Respekt, Unabhängigkeit, Freunde fürs Leben, Lernen, Begeisterung und Erfolg. Ob und inwiefern die Soldatentruppe „The Rifles“ vier Londoner Jungs dazu inspirierte, ihre Band ebenso zu nennen, ist nicht ganz klar.
Klar dagegen ist, dass Sänger Joel Stoker, Gitarrist Luke Crowther, Bassist Rob Pyne und Schlagzeuger Grant Marsh nach zweijähriger Plattenpause nun mit ihrem zweiten Album „Great Escape“ auf dem Vormarsch sind. Für die Aufnahme des 38-minütigen Indie-Pop-Manövers zogen sich The Rifles auf einen Bauernhof in Norfolk zurück, den ihnen ihr Vorbild und Fan Paul Weller organisiert hatte. Der „Modfather“ war es auch, der das Quartett an den Produzenten Stan Kybert (Oasis, Massive Attack) vermittelte. Im Gegensatz zum Debütalbum „No Love Lost“ schrieben The Rifles dieses Mal zuerst die Musik und dann die Texte. So wurde das donnernde, von Streichern und Trompeten untermalte Stück „The General“ zum Nachgesang auf den Exboxer und Ohrenbeißer Mike Tyson. Der Opener „Science In Violence“ wettert gegen respektlose Rowdys, der Titelsong ermutigt zur Flucht aus dem tristen Alltagstrott.

Zugegeben, das Album ist weder überraschend noch innovativ. Trotzdem machen Up-Beat-Nummern wie „Winter Calls“, „Sometimes“ und „Romeo And Julie“ gute Laune und Lust auf einen Konzertbesuch. Kein Wunder, dass sich The Rifles ihre treue Fangemeinde durch zig Liveauftritte erspielt haben. Sie sind eben eher Bühnenkämpfer als Strategieentwickler.

von Nicole Wehr

The Rifles: „Great Escape“, ADA Global (Rough Trade)

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