Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Chaos, Terror und Dämonen

Neue Platten Chaos, Terror und Dämonen

Jede Woche stellt ZiSH neue Platten vor. Heute: "Hordes of Chaos" von Kreator.

Voriger Artikel
Sei James Bond!
Nächster Artikel
Weniger ist mehr
Quelle: SPV

Chaos, Terror und Dämonen

Eine kleine gezupfte Gitarrenmelodie eröffnet das neue Album der Essener Thrashmetalband Kreator und gewinnt mit jedem Melodiedurchlauf an Geschwindigkeit. Nach 20 Sekunden kommt ein deftig-tief klingendes Schlagzeug dazu und treibt die Melodie an. Es ist ein Countdown, der in einer gewaltigen 45-minütigen Trashmetalknüppeleinlage mündet. Miland Petrozza kündigt grunzend „Hordes of Chaos“an, Sami Yli-Sirniö spielt Gitarrenriffs in Rekordgeschwindigkeit und Schlagzeuger Jürgen „Ventor“ Reil drischt auf sein Equipment ein, als würde er ein Sklavenschiff auf Lichtgeschwindigkeit bringen wollen. Kreator beweist auf ihrem zwölften Studioalbum erneut, dass die Band die Scorpions unter den Hartmetallern sind.

Schon seit 27 Jahren gehört das Quartett neben Sodom und Destruction zu den deutschen Vorzeigeknüppelrockern. Experimentierten sie in den neunziger Jahren noch mit Death-Metal- und Gothic-Elementen, kehrten sie vor vier Jahren mit „Enemy of God“ zu ihren musikalischen Wurzeln zurück. Das neue Album führt die rüde Reise fort – auch wenn mit Moses Schneider ein Produzent am Album gearbeitet hat, der eigentlich bei Tocotronic hinter dem Mischpult steht. Der Sound ist räudig, brutal und klar in seiner Härte – immer feste druff. Auch die Texte der Songs „Amok Run“, „War Curse“ und „Destroy What Destroys You“ behandeln traditionelle Thrash-Themen: Chaos, Terror und Dämonen. Die Kastelruther Spatzen haben gerade ihren zwölften Echo bekommen, weil sie heute noch klingen wie auf ihrem ersten Album – das tut Kreator auch. Und das ist gut so.

von Jan Sedelies

Kreator: „Hordes of Chaos“, Steamhammer (SPV),

www.kreator-terrorzone.de

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Neue Platten