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Ganz großer Tanz

Neue Platten Ganz großer Tanz

The Wombats haben mit ihrem zweiten Werk einen würdigen und tanzbaren Nachfolger ihres erfolgreichen Debüts abgeliefert - findet Gerd Schild, der sich die Platte für ZiSH angehört hat.

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Kreativ auf Reisen: The Wombats.

Quelle: Handout

Es war eine neue Blaupause für die Indie-Disko: „Let’s Dance to Joy Division“ der britischen Band The Wombats bildete den Überhit ihres 2007er Langspieldebüts „A Guide to Love, Loss and Desperation“. Zwischen hingeschrammelte, syntiegetragene Ausrastflächen setzten die Wombats kleine Ruheinseln, in denen die Tanzenden Kraftreste in den Beinen und Vorfreude in den Gesichtern sammeln durften. Und dann gab’s wieder Alarm.

Der Weg zum Zweitalbum „This Modern Glitch“ war lang und nicht eben leicht. Am Hype um das Debüt trug die Band schwer, das Dauertouren brachte die drei Briten dicht an die Erschöpfungsgrenze – körperlich, mental und gruppendynamisch. Zwischenzeitlich zog die Band, die sich an Paul McCartneys Musikschule in Liverpool zusammenfand, sogar nach London, um Abstand zu gewinnen. Wieder in Liverpool, bastelte sie das neue Album schnell zusammen. Bei diesen Voraussetzungen hätte man einiges erwartet: Mittelmaß, Sicherheitszweitwerk, wegproduzierte Resterampe. Nope! Die zehn Songs sind ganz großer Tanz. „This Modern Glitch“ versammelt gleich mehrere hymnische Elektropop-Nummern wie „Tokyo (Vampires and Wolves)“. Hier hallen sanft abgefederte Big Beats. Synthesizer-Breitseiten und Base-Drum treiben den Song gnadenlos nach vorne. Die Gitarren schrammeln nicht mehr so viel wie beim Debüt. Aber das schadet dieser schönen Tanznummernsammlung nicht.

The Wombats: „This 
Modern Glitch“,
 Rykodisc (Warner).


www.thewombats.co.uk

Von Gerd Schild

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