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Party bis zum Anschlag

Neue Platten: Icona Pop Party bis zum Anschlag

Spätestens, seit Werbemacher den Song "I Love It" für sich entdeckt haben, ist der Elektropop von Icona Pop nicht mehr von den Partys dieser Welt wegzudenken. Nun haben die Schwedinnen ihr Debütalbum veröffentlicht. HAZ-Redakteur Karsten Röhrbein hat sich „This Is ...“ angehört.

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Wummernder Autoskooter-Plastikpop: Icona Pop.

Quelle: Warner

Es gibt Songs, vor denen es kein Entkommen gibt. „I Love It“ von Icona Pop ist so einer. Die Coke-Werber haben ihn für sich entdeckt, die Macher des Videospiels „Need for Speed“, „Girls“-Star Lena Dunham und natürlich unzählige DJs: Die Elektro-Hymne verheißt schließlich Party bis zum Anschlag, von Berlin bis Schanghai. Der globale Erfolg hängt mit der leicht verständlichen Botschaft zusammen: Eine Zeile wie „I threw your shit into a bag and pushed it down the stairs“ mag manchem Sechstklässler wegen des „Ti Äitsch“ vielleicht noch schwer von den Lippen gehen, beim „I don’t care“-Refrain aber können alle problemlos mitsingen. 
Dieser schnoddrige Hedonismus ist es vor allem, der Katy Perry und Lady Gaga gegenüber Icona Pop ganz schön alt aussehen lässt.

Auch musikalisch hat der wummernde Autoskooter-Plastikpop der Schwedinnen Aino Jawo und Caroline Hjelt auf „This Is ...“ statt der gängigen Weichmacher bisweilen einen feinen melancholischen Twist. Rotzige Zeilen wie „You’re from the 70s, but I’m a 90s bitch“ lassen zudem offen, ob über einen Mann oder eine Frau gesungen wird – nicht erst seit dem Instant-Erfolg der Minirock-Russinnen t.A.T.u. ein reizvoller Kniff. Während der David-Guetta-kompatible Partytrack „All Night“ und die Daft-Punk-Momente von „Ready for the Weekend“ nahtlos an „I Love It“ anknüpfen, fällt die zweite Hälfte des 33 Minuten kurzen Albums leider etwas ab. Da hilft nur Zurückskippen zu „I Love It“.

Karsten Röhrbein

Icona Pop: „This Is ...“,

Atlantic (Warner).
 www.iconapop.com

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