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Mike Ness betritt Neuland

Neue Platten Mike Ness betritt Neuland

Mike Ness experimentiert mit Instrumentalklängen und Chören: ZiSH stellt die neue Platte seiner Band Social Distortion vor.

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Album Nummer Sieben.

Quelle: Handout

Punkrock-Prediger Mike Ness steht für breite Gitarrenwände und Drei-Akkord-Hymnen über das Gefühl des Verlorenseins. All das findet die Fangemeinde auch auf „Hard Times and Nursery Rhymes“, dem siebten Studioalbum seiner Band Social Distortion. Und trotzdem hat Ness, der zum ersten Mal selbst am Produzentenpult saß, an den Stellschrauben des Social-Distortion-Konzepts gedreht. Er beginnt mit einem Instrumental, setzt ein Klavier ein, und in vielen der elf Songs singt gar ein Frauenchor im Hintergrund.

Das hat es so im Bandkosmos, der insbesondere Ness’ Stimme und seine vom Rock ’n’ Roll in den Punkrock übersetzten Gitarrensoli umfasst, noch nicht gegeben. Der Bandchef hat sich immer zu seinen Einflüssen – von Punkrock bis Country – bekannt und sie zum typischen Social-Distortion-Sound zusammengesetzt. Nun wird das Spektrum noch um klassischen amerikanischen Rock à la Bruce Springsteen erweitert. Und trotzdem: Spätestens beim dritten Durchlauf geht das Konzept des Albums nicht nur auf. Es erscheint sogar als logischer nächster Schritt. Fette Chöre passen wie angegossen zu den hymnischen Refrains der Band. Songs wie „Diamond In The Rough“ oder „Bakersfield“ bleiben dennoch druckvoll und typisch Social Distortion. Mike Ness kann einfach nicht anders.

Von Sebastian Harfst

Social Distortion: „Hard Times and Nursery
Rhymes“, Epitaph

socialdistortion.com

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