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My Morning Jacket: Willkommen zu Hause!

Neue Platten My Morning Jacket: Willkommen zu Hause!

Wenn Bands mit ihrem eigenen Stil brechen, reagieren die treuen Hörer oft mit Bauchweh. Tobias Morchner hat sich für ZiSH die neue Platte „Circuital“ von My Morning Jacket angehört und berichtet von der Wiedergutmachung für die Magenkrämpfe.

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My Morning Jacket: „Circuital“

Quelle: Handout

Bands, die es wagen, von ihnen angelegte und dann ausgetretene musikalische Pfade zu verlassen, haben es nicht leicht: Was haben die Jungs von Dredg für Prügel einstecken müssen, nur weil das neue Album nicht so klingt wie all die anderen. Incubus droht Ähnliches, weil die Rockgruppe, welch Frevel, ihre Gitarren zumeist in den Koffern gelassen hat. In dieser hitzigen Zeit biegen Jim James und seine Mannen von My Morning Jacket ganz lässig um die Ecke und beweisen, dass es ein durchaus vergnügliches Leben nach einer Phase des Ausprobierens geben kann.

Denn die Combo aus Kentucky hatte bereits 2008 den Versuch unternommen, sich neuen Einflüssen zu öffnen. Das Experiment ging mit „Evil Urges“ gründlich in die Hose. Doch das Quintett rappelte sich wieder auf, klopfte den Staub aus den Klamotten und nahm einen neuen Anlauf. In der Turnhalle der Kirchengemeinde in ihrer Heimatstadt Louisville, in der sie das Album aufnahmen, fiel die Rückbesinnung auf alte Tugenden offenbar nicht schwer. My Morning Jacket kreuzte wieder 70er-Rock mit psychedelischen Elementen und verschmolz dies mit etwas Country. Musikern geht es manchmal wie dem kleinen Tiger und dem Bären. Auch sie müssen von Zeit zu Zeit die Reise nach Panama antreten, um festzustellen, dass es daheim doch am schönsten ist. Zumindest My Morning Jacket ist dort wieder angekommen.

Tobias Morchner

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