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Melancholie nach altem Rezept

Neue Platten: Nada Surf Melancholie nach altem Rezept

Nach einer Funkstille ist die markant-melancholische Band zurück: Nada Surf haben jetzt ihre neue Platte "You Know Who You Are" veröffentlicht. Dabei bleiben sie ihrem bisherigen Stil treu - was etwas schade ist, wie Autor Tobias Morchner findet. Ein bisschen Abwechslung würde nicht schaden.

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Zurück mit neuer Platte: Nada Surf.

Quelle: nadasurf.com

Um Nada-Surf-Chef Matthew Caws war es verdächtig still in letzter Zeit. 2012 stand das letzte reguläre Werk der Indie-Rock-Institution in den Plattenregalen. Minor Alps, das Projekt mit Ex-Lemonheads-Bassistin Juliana Hatfield, ließ Fans kurz aufhorchen. Nach einer Solo-Tour, die den Songwriter auch auf deutsche Bühnen führte, war Funkstille. Jetzt endlich meldet sich die markant- melancholische Band zurück: Mit „You Know Who You Are“ haben die New Yorker nicht nur ein neues Album im Gepäck, sondern auch ein neues Mitglied. Doug Gillard von Guided by Voices ist jetzt neben Caws für die Gitarrenarbeit bei Nada Surf zuständig.

Mehr Druck oder irgendeine andere Art der Veränderung hat die Neueinstellung jedoch nicht mit sich gebracht. An der Rezeptur für die neuen Songs hat Matthew Caws nichts Grundsätzliches verändert. Die zehn Stücke bestehen nach wie vor aus Power-Pop, gemischt mit einer Prise College- und einem guten Schuss Indie-Rock – irgendwo zwischen Weezer und Death Cab for Cutie. Nada Surf wissen eben, wer sie sind, ganz so, wie es der Albumtitel vermuten lässt. Dass sich die Band einst nach einem feststehenden spanischen Ausdruck für das Überwinden einer Depression benannt hat, hört man ihrem achten Album an. Doch auch Fans der ersten Stunde sehnen sich nach etwas Abwechselung. „Freue mich schon auf das nächste Konzert – da geht es nämlich härter zu als auf der Platte“, heißt es recht treffend in einem Online-Kommentar.

Tobias Morchner

Nada Surf: „You Know Who You Are“, City Slang. www.nadasurf.com

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