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Geniestreich

Neue Platten: The Weeknd Geniestreich

Auch wenn er sich selbst für einen Langweiler hält - seine Interpretation von R'n'B ist alles andere als langweilig. Gerade hat The Weeknd seine neue Platte "Beauty Behind The Madness" veröffentlicht. Und die zeigt, dass die Zeit der großen Popstars noch lange nicht vorbei ist, findet ZiSH-Autor Martin Wiens.

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Lieferte mit "Earned It" den Soundtrack zum Film "Fifty Shades Of Grey": The Weeknd.

Quelle: Handout

The Weeknd hält sich selbst für einen Langweiler. Deshalb gibt der 25-jährige Kanadier, der eigentlich Abel Tesfaye heißt, auch kaum Interviews. Er bleibt lieber im Hintergrund und macht das, was er am besten kann: Hits schreiben.

Seine Interpretation von R ’n’ B ist aber alles andere als langweilig. Das weiß sein Landsmann Drake schon lange; er gehörte zu Tesfayes frühen Förderern und pushte 2011 dessen erste Gratis-Mixtapes. Zwei Jahre später folgte das sehr gute Debütalbum „Kiss Land“. Auf dem gerade erschienenen Nachfolger „Beauty Behind the Madness“ doktert The Weeknd nun wüst zerstückelte Samples zusammen. Die Beats scheinen mit halber Geschwindigkeit mitzulaufen, und über allem schwebt Tesfayes klagende Falsettstimme. Die hat er sich bei Michael Jackson und R. Kelly abgeschaut. Mit denen will The Weeknd demnächst auch in einer Reihe genannt werden.

Und er ist auf einem sehr guten Weg. Die Hitdichte auf „Beauty Behind the Madness“ ist unglaublich hoch. Die Ballade „Earned It“, Soundtrack zum Spießer-Sadomaso-Film „Fifty Shades Of Grey“, ist noch eine der lahmeren Nummern. Großartig ist dagegen der von Kanye West koproduzierte funky Kopfnicker „Can’t Feel my Face“. Gänzlich neu ist der Future R ’n’ B zwar nicht, wie die Britin FKA Twigs zeigt. The Weeknd hat das Genre aber für den Mainstream aufpoliert– ohne sich anzubiedern. „Beauty Behind the Madness“ zeigt: Wer sagt, dass die Zeit der großen Popstars vorbei ist, hat keine Ahnung.

Martin Wiens

The Weeknd: „Beauty Behind the Madness“, Universal. www.theweeknd.com

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