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Kurze Fahrt im Traumkarussell

Neues Album von Beach House Kurze Fahrt im Traumkarussell

Mit melancholischem Dream-Pop haben Beach House es geschafft, ihre Fans in tranceartige Schwebezustände zu versetzen. Auch ihr fünftes Album „Depression Cherry“ kommt mit Leichtigkeit daher. Allerdings ist es nicht ganz so stark wie seine Vorgänger, findet ZiSH-Autorin Sirany Schümann.

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Effekte statt Gefühle

Victoria Legrand und Alex Scally alias Beach House haben ein neues Album herausgebracht.

Der Opener „Levitation“ ist ein Beispiel dafür, wie die Mixtur des Duos aus Baltimore funktioniert: Sehnsuchtsvoll-liebliche Vintage-Synthies umschmiegen die zarte und doch erhabene Stimme von Victoria Legrand, während das subtile Gitarrenspiel von Alex Scally einsetzt und der Song seine Kraft entfaltet.

Und dennoch ist auf der neuen Platte etwas anders: Nach eigener Aussage wollten die beiden zurück zur Einfachheit ihrer Lieder aus der Anfangszeit. Das Ergebnis ist eine sparsamere Instrumentierung. Eingängige Songs wie auf dem Vorgänger „Bloom“ sucht man vergebens. Dabei sind Beach House leider auch die verspielten und abwechslungsreichen Melodien abhandengekommen. Die neue Single „Sparks“ geht mit ihren Disharmonien und den übersteuerten Gitarren sogar schon in Richtung der Shoegaze-Pioniere My Bloody Valentine.

Insgesamt ist „Depression Cherry“ ein bisschen wie die Fahrt mit einem alten Kettenkarussell - in Pastelltönen und mit Weichzeichner: Während man von hoch oben wie verzaubert den Ausblick bestaunt, bleibt im Hinterkopf doch der wehmütige Gedanke, dass das Gefühl der Schwerelosigkeit schon vergessen ist, bevor man wieder auf dem Boden angekommen ist.

Sirany Schümann

Beach House: „Depression Cherry“, PIAS Coop/Bella Union. www.beachhousebaltimore.com

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