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Komm und tanz mit mir

Neue Platten: MS MR Komm und tanz mit mir

Die neue Platte "How Does It Feel" des Pop-Duos MS MR ist anders als ihr Debüt, bunter. Nach ein paar mal Hören findet man die emotionale Tiefe des Erstlingswerks aber doch wieder, findet Isabell Rollenhagen.

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Ihre neue Platte lädt zum Tanzen ein: MS MR.

Quelle: Handout

MS MR fackelt nicht lange. Das New Yorker Duo bringt nach zwei Jahren sein Zweitlingswerk heraus. Gleich mit dem ersten Titel macht es klar: „How Does It Feel“ ist anders als das gelobte Debüt. „What do you think would happen?“, fragt Lizzy Plapinger (MS) auf den unruhigen, fast nervös treibenden Sythie-Teppich von Max Herschenow (MR) in „Painted“, der ersten Singleauskopplung. Vorbei scheint die Zeit vom dunklen Mix aus Dream-Pop und Darkwave auf „Secondhand Rapture“, mit dem MS MR 2013 die Festivals überrollten. Diese Platte ist bunter: Vor allem im ersten Teil sind die Veränderungen unüberhörbar. Der klare Pop-Sound mit dominierendem Synthesizer, Bläsern, Piano und ein paar Streichern flattert geradezu zu Lizzys klarer Stimme. Thema fast aller Titel ist die Liebe, ohne dabei uninspiriert zu wirken. Dafür sind die Klangteppiche zu dicht. Songs wie „No Guilt In Pleasure“ und „How Does It Feel“ haben unverwechselbare Disco-Ära-Anleihen. Sie versetzen einen beim Hören direkt unter die Discokugel im Club. Man möchte tanzen, flirten, den Sommer genießen.

 

Ganz verschwunden ist das Hymnische der Debütplatte aber nicht. So erinnert der Song „Cruel“ mit seiner düsteren Atmosphäre an „Hurricane“, mit dem MS MR der Durchbruch gelang. Auch die bittersüße Ballade „Wrong Victory“ und das stille „All The Things Lost“ haben eine emotionale Tiefe, die an die Anfänge des Duos erinnern. Man muss das Album einfach öfter hören, um die Emotionalität wiederzufinden. Und dann klingt „How Does It Feel“ richtig gut.

Isabell Rollenhagen

MS MR: „How Does It Feel“, Sony Music, www.msmrsounds.com

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