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Neuer Drummer, alter Sound

Neue Platten: Billy Talent Neuer Drummer, alter Sound

Die kanadischen Punkrocker von Billy Talent sind mit ihrem neuen Album "Afraid of Heights" zurück. Die Band setzt auf die charakteristische Stimme von Sänger Ben Kowalewicz und die prägnanten Gitarrenriffs. Ob die bewährten Mittel zünden, weiß ZiSH-Autorin Kira von der Brelie.

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Setzen auf bewährte Mittel: Billy Talent.

Quelle: Handout

Never Change A Running System“ scheint das Motto von Billy Talent zu sein. Schon auf ihrem druckvollen Debüt „Billy Talent“ haben die Kanadier 2003 ihren Stil gefunden. Der melodische Post-Punk dominiert auch das neue Album „Afraid of Heights“: Die ersten Töne des Openers „Big Red Gun“ geben mit dem typischen Three-Tone-Riff die Marschrichtung vor. Dass statt Drummer Aaron Solowoniuk nun Jordan Hastings von Alexisonfire Schlagzeug spielt, hört man dem wie immer treibenden Beat nicht an.

Was fehlt, sind aber die wütenden Schreie des Sängers Ben Kowalewicz. An deutlichen Worten mangelt es trotzdem nicht: „I’m gonna shoot ’till the thrill is gone! ’Cause this is my right – no matter the cost“, singt er in „Big Red Gun“ – einer Kritik an der US-Waffenlobby.

Die charakteristische Stimme und melodische Gitarrenriffs bestimmen noch immer den Sound von Billy Talent. Viele Hooklines bleiben schon beim ersten Hören hängen, so wie bei „Time Bomb Ticking Away“. Ordentlich Wumms haben auch Hymnen wie „Ghost Shipper of Cannibal Rats“. Mit „Louder than the DJ“ wollen die Kanadier den Rock ’n’ Roll retten – vor den elektronischen Beats des DJs.

Ganz konsequent sind sie aber nicht: In „Horses and Chariots“ kommen Synthesizer zum Einsatz – und es gibt eine elektronischen Reprise-Version von „Afraid of Heights“. Aber bei so viel Treue zum eigenen Stil verzeiht man Billy Talent gerne die eine oder andere elektronische Spielerei.

Kira von der Brelie

Billy Talent: „Afraid of Heights“ (Warner), billytalent.de.     

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